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Dresden | 06.06.2018

Ausstellung: "Unser Geld – eine Zeitreise" in Dresden

Johannes Beermann und Matthias Haß bei der Eröffnung der Ausstellung in Dresden [+] Eine neue Ausstellung der Bundesbank im Staatsministerium für Finanzen in Dresden nimmt Interessierte mit auf eine Reise zu den Höhepunkten aus 70 Jahren Geldgeschichte. "Unser Geld – eine Zeitreise" zeigt historische Filme, Münzen und Banknoten aus Ost- und Westdeutschland sowie den inzwischen schon zwei Jahrzehnte alten Euro.

"Der Titel der Ausstellung, ´Unser Geld – eine Zeitreise´, bildet sehr gut die Klammer zu den zwei Dimensionen des Geldes", sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Johannes Beermann zur Eröffnung der Ausstellung. "Das Bargeld, das in unserem Alltag eine wichtige Rolle spielt, und die Währungsgeschichte, die uns  zeigt, wie wichtig Geldwertstabilität ist." Beermann betonte, dass nicht nur die D-Mark in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiere, sondern auch die Mark der DDR, die ebenfalls 1948 eingeführt worden war. "Unser Geld hat in den vergangenen 70 Jahren große Veränderungen erfahren, ist dabei aber immer ein Stabilitätsfaktor geblieben", sagte Sachsens Finanzminister Matthias Haß in seiner Eröffnungsrede.

Währungsunion ging der Wiedervereinigung voraus

Ein besonderer Höhepunkt der jüngeren Geldgeschichte ist die Wiedervereinigung Deutschlands, in deren Vorfeld sich bereits die Währungsunion vollzog. "Der Ruf nach Freiheit in der DDR umfasste auch das Symbol der D-Mark", sagte Beermann und zitierte ein Demo-Plakat mit dem Ausruf "Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, geh’n wir zu ihr!". Die D-Mark kam - und zwar in Form von 460 Tonnen Banknoten, was 440 Millionen Scheinen entsprach, sowie 750 Tonnen Münzen (102 Millionen Stück).

Beermann erinnerte aber auch an die Anfänge der D-Mark, zum Beispiel den Schaufenstereffekt und das sogenannte Wirtschaftswunder. Seine Großeltern, die die Währungsreform 1948 persönlich miterlebten, hätten ihm oft davon erzählt, wie über Nacht die leeren Schaufenster mit Waren ausgestattet worden waren und es wieder alles zu kaufen gab.

In der Sammlung habe die Bundesbank Nachrichtenmaterial aus sechs Jahrzehnten zusammengetragen. "Auf Informationsstelen können Sie sehen, wie das Geld den Alltag der Menschen berührt, wo also große Ereignisse, geldpolitische Entscheidungen und Wendepunkte auf die Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger treffen", warb Beermann.

Bis zum 3. Juli im Finanzministerium

Die Ausstellung im Lichthof des Ministeriums (Carolaplatz 1, 01097 Dresden) können Interessierte noch bis zum 3. Juli besuchen, und zwar von montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Zusätzlich geöffnet ist die Ausstellung am Sonntag, den 10. Juni, dem Tag des Offenen Regierungsviertels, von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

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