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Finanz- und Währungsstabilität

Rolle der Bundesbank

Die Bundesbank hat als Zentralbank ein originäres Interesse an einem stabilen Finanz- und Währungssystem. Dieses bildet nicht nur eine wesentliche Grundlage für eine nachhaltig wachsende Volkswirtschaft, es ist auch Voraussetzung für die wirksame Umsetzung geldpolitischer Maßnahmen. Das 2013 in Kraft getretene Finanzstabilitätsgesetz (FinStabG) regelt die Überwachung und Sicherung der Finanzstabilität in Deutschland, bildet die rechtliche Grundlage für den Ausschuss für Finanzstabilität (AFS) und weist der Bundesbank zentrale Aufgaben in diesem Ausschuss zu. Darüber hinaus erfüllt die Bundesbank wichtige Aufgaben aus dem deutschen IWF-Gesetz im Rahmen der Ausübung der Mitgliedschaft Deutschlands im Internationalen Währungsfonds mit dem Ziel der Währungssystemstabilität.

Begriffe und Definitionen

Finanzstabilität ist ein Zustand, in dem das Finanzsystem seine zentralen gesamtwirtschaftlichen Funktionen jederzeit reibungslos erfüllt. Dies gilt insbesondere auch in Stresssituationen und in strukturellen Umbruchphasen. Währungsstabilität meint die wirtschaftliche, monetäre und finanzielle Stabilität der einzelnen Länder und des Weltwährungssystems insgesamt.

Makroprudenzielle Überwachung durch den Ausschuss für Finanzstabilität

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Überwachung der Finanzstabilität zum Jahresbeginn 2013 hat die makroprudenzielle Überwachung in Deutschland eine gesetzliche Grundlage erhalten. Zentrales Gremium der makroprudenziellen Überwachung in Deutschland ist der Ausschuss für Finanzstabilität (AFS).

Risiko- und Stabilitätsanalyse

Die laufende Analyse des Finanzsystems erfasst die Risikopotenziale für das deutsche Finanzsystem. Sie identifiziert Systemrisiken und spezifische Risikofaktoren, um möglichst frühzeitig etwaige Fehlentwicklungen zu erkennen.

Makroprudenzielle Instrumente

Makroprudenzielle Instrumente können grundsätzlich nach der rechtlichen Stärke des Eingriffs unterschieden werden. Demgemäß lassen sie sich in "weiche" (Kommunikation), "mittlere" (Warnungen und Empfehlungen) und "harte" (Eingriffs-) Instrumente einteilen.

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