Corporate Sector Purchase Programme (CSPP)

Ebenfalls am 10. März 2016 gab der EZB-Rat bekannt, das APP um den Ankauf von auf Euro lautenden Investment-Grade-Anleihen von Unternehmen des Nicht-Finanzsektors zu ergänzen. Dadurch kann das Eurosystem im Rahmen des Programms zum Ankauf von Wertpapieren des Unternehmenssektors Anleihen von Nicht-Banken mit Sitz im Euro-Währungsgebiet erwerben. Anleihen von Kreditinstituten oder von Unternehmen, deren Muttergesellschaft zu einer Bankengruppe gehört, werden nicht berücksichtigt.

Die Ankäufe begannen am 8. Juni 2016 und finden in der Regel sowohl am Primär- als auch am Sekundärmarkt (bei öffentlichen Unternehmen nur Sekundärmarkt, analog PSPP) statt. Die Nationale Bank van België / Banque Nationale de Belgique, die Banque de France, die Banca d’Italia die Banco de España, die Suomen Pankki/Finlands Bank und die Deutsche Bundesbank, tätigen Ankäufe im Rahmen des CSPP im Auftrag des Eurosystems.

Mit Ankündigung der temporären Maßnahme PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) wurden auch die zulässigen Laufzeitenbänder für ankaufbare Anleihen im Rahmen des CSPP erweitert. Anleihen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als 365/366 Tagen sind von nun an mit einer Restlaufzeit von mindestens 28 Tagen sowohl im PEPP als auch im CSPP ankaufbar. In diesem Zusammenhang werden auch nicht-finanzielle Commercial Paper (CP) mit ausreichender Kreditqualität für den Ankauf im CSPP zugelassen.