Public Sector Purchase Programme (PSPP)

Am 22. Januar 2015 stellte die EZB das Programm zum Ankauf von Anleihen von im Euroraum ansässigen Zentralstaaten, Emittenten mit Förderauftrag und europäischen Institutionen vor. Am 3. Dezember 2015 wurde vom EZB-Rat die Einbeziehung von Anleihen regionaler und lokaler Gebietskörperschaften beschlossen. In der Pressemitteilung vom 10. März 2016 gab der EZB-Rat bekannt, die je Emittent und Emission geltende Obergrenze für Ankäufe  von Wertpapieren zugelassener internationaler Organisationen und multilateraler Entwicklungsbanken von 33% auf 50% zu erhöhen.

Im Hinblick auf hypothetische Verluste des PSPP wären Verluste aus Ankäufen von Wertpapieren internationaler und supranationaler Institutionen gemeinsam zu tragen. Der Anteil dieser Wertpapiere an den Ankäufen von Vermögenswerten im PSPP wurde vom EZB-Rat am 10. März 2016 von 12% auf 10% gesenkt. Diese Wertpapiere werden nur von nationalen Zentralbanken (NZBen) erworben. Die übrigen Ankäufe von Vermögenwerten werden von den NZBen und der EZB durchgeführt. Die nationalen Zentralbanken konzentrieren sich dabei im Wesentlichen auf öffentliche Titel ihres jeweiligen Heimatlandes. Hypothetische Verluste aus Anleihen von Zentralstaaten, regionalen und lokalen Gebietskörperschaften sowie Emittenten mit Förderauftrag trägt die jeweilige NZB selbst. Im Einklang mit der Verringerung des Anteils von Wertpapieren europäischer Institutionen auf 10%, wurde der Anteil der EZB an den angekauften Vermögenswerten, für die eventuelle Verluste gemeinsam zu tragen wären, von 8% auf 10% erhöht. Im Ergebnis unterliegen somit weiterhin 20 % der Ankäufe von Vermögenswerten im PSPP dem Prinzip der Risikoteilung, während die Risikoteilung für 80% der erworbenen Titel ausgeschlossen ist.

Die Ankäufe begannen am 9. März 2015 und finden nur am Sekundärmarkt statt.