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Bundesbank präsentiert Entwürfe für künftige Campusgestaltung

Bundesbank präsentiert Entwürfe für künftige Campusgestaltung

16.01.2019 EN

In einer Ausstellung präsentiert die Bundesbank seit dem 15. Januar 2019 verschiedene Gestaltungsentwürfe für den künftigen Campus ihrer Frankfurter Zentrale. Sechs Architekturbüros hatten Vorschläge für die Gestaltung des Bundesbank-Geländes eingereicht. „Der Vorstand hat sich auf Empfehlung des Gestaltungsbeirats hin für den Vorschlag von Ferdinand Heide Architekten entschieden“, sagte Bundesbankvorstand Johannes Beermann bei der Eröffnung der Ausstellung. Der Entwurf zeichne sich vor allem durch eine kompakte Bebauung und sehr großzügige Freiflächen aus, so Beermann.

Das Architekturbüro Ferdinand Heide ist nun damit beauftragt, den Entwurf zu einem umfassenden Gesamtkonzept zu entwickeln. Darauf aufbauend wird die Bundesbank einen Architekturwettbewerb ausschreiben, in dem es um die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Gebäude gehen wird.

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Städtebaulicher Gewinn

Der Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, Mike Josef, lobte bei der Ausstellungseröffnung das Konzept von Ferdinand Heide. Es sei vor allem der städtebauliche Gewinn, der den Entwurf von Heide gegenüber den anderen hervorhebe. „Mit seinen Überlegungen für ein Gesamtkonzept für die Gestaltung des künftigen Bundesbank-Campus schafft er es, das Hauptgebäude im Bestand zu erhalten, das inzwischen als eine Ikone des Brutalismus gelten darf und durchaus ein Teil der Frankfurter Identität geworden ist“, sagte Josef.

Der Entwurf von Ferdinand Heide sieht vor, dass das markante Hauptgebäude auf der zum Grüneburgpark und zur Innenstadt blickenden Seite künftig frei steht. Auf der zum Taunus beziehungsweise zur Wilhelm-Epstein-Straße gewandten Seite sollen drei gleichhohe, scheibenförmige Gebäude entstehen. Im Gegensatz zu anderen Entwürfen, in denen ein neues Hochhaus das bestehende Haupthaus überragt, werden in dem Modell von Ferdinand Heide alle Neubauten an die Höhe des Hauptgebäudes angeglichen. „Dem Hauptgebäude zeigt der Vorschlag den gebührenden Respekt. Es steht seit fast 50 Jahren als Symbol für Stabilität und Wirtschaftswachstum in Deutschland“, sagte Beermann.

Autofreier Campus

Die Anordnung der Gebäude auf dem Campus folge dem Zwiebelprinzip, wie Architekt Ferdinand Heide im Vorfeld der Ausstellungseröffnung erläuterte. Ein Logistikzentrum, eine Kindertagesstätte, ein Konferenz- und Pressezentrum sowie Sportstätten seien an der Wilhelm-Epstein-Straße außerhalb des Sicherheitsbereiches angelegt und könnten damit auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, sagte Heide.

Laut Bundesbank-Vorstandsmitglied Beermann ist das Konzept von Ferdinand Heide Architekten darüber hinaus der Entwurf mit der geringsten Bodenversiegelung. Fahrzeuge würden in einer zweigeschossigen Tiefgarage abgestellt, sodass der Campus weitgehend autofrei bleibe, sagte Beermann. Durch großzügige Freiflächen blieben die Sichtachsen auf das Hauptgebäude erhalten – ein Aspekt, der bei der Auswahl des am besten geeigneten Entwurfs zentral gewesen sei.

Sechs Architektenentwürfe

Im Rahmen eines europaweiten Verfahrens hatten sechs Architekturbüros Lösungsvorschläge für die Gestaltung des Bundesbank-Geländes an der Wilhelm-Epstein-Straße eingereicht. Ihre Aufgabe war es, ein Bebauungskonzept für bis zu 5.000 Arbeitsplätze mit gut 1.500 Parkplätzen zu erarbeiten. Dabei mussten sowohl die hohen Sicherheitsanforderungen als auch ein attraktives Freiraumkonzept berücksichtigt werden.

Führungen für Interessierte

Interessierte können die Ausstellung „Der neue Campus – Konzeptentwürfe für die Bundesbank-Zentrale“ ab dem 16. Januar 2019 besichtigen. Eine Anmeldung für kostenfreie Führungen ist über „frankfurter-stadtevent.de“ möglich.

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