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Weidmann: Produktiver Austausch zwischen House of Finance und Bundesbank

Weidmann: Produktiver Austausch zwischen House of Finance und Bundesbank

04.12.2018

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat in einer Rede die gute Zusammenarbeit zwischen der Bundesbank und dem House of Finance der Frankfurter Goethe-Universität hervorgehoben. „Dieser Austausch hat auf vielen Ebenen Früchte getragen“, sagte Weidmann anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des House of Finance. So gäbe es neben gemeinsamen Forschungsarbeiten viele Doktorandinnen und Doktoranden der Goethe-Universität, die als Forschungsassistenz im Forschungszentrum der Bundesbank arbeiten würden. Außerdem fänden regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen statt, darunter auch Vorträge prominenter Redner, wie des Weltbankpräsidenten Jim Yong Kim oder der Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde.

Erkenntnisse gewinnen und überprüfen 

Ob es um ‚too big to fail‘, die Verflechtung von Staaten und Banken oder die Auswirkungen der Geldpolitik auf die Finanzstabilität geht, die Kooperation zwischen House of Finance und Bundesbank bietet die Gelegenheit, Erkenntnisse zu gewinnen, zu vertiefen und zu überprüfen“, sagte Weidmann. In seiner Rede wies der Bundesbankpräsident darauf hin, wie wichtig der ganzheitliche und interdisziplinäre Ansatz des House of Finance sei. Bereits kurz nach der Eröffnung habe er durch die Weltfinanzkrise 2008 unerwartet schnell empirische Bestätigung gefunden. „Seitdem ist die explizite Berücksichtigung des Finanzsektors, seiner Besonderheiten und Verflechtungen ein zentrales Projekt der Makroökonomie“, so Weidmann. Die Existenz des House of Finance mute im Rückblick fast als zwangsläufig an.

Verständnis in der Bevölkerung erhöhen

Otmar Issing, ehemaliger Chefvolkswirt von EZB und Bundesbank, verwies in seiner Rede auf die Notwendigkeit der Investitionen in Forschungseinrichtungen wie dem House of Finance: „Wir wollen mit unserer Forschung dazu beitragen, die Gründe für die globale Finanzmarktkrise umfassend zu analysieren und Konzepte zu arbeiten, die das Finanzsystem der Zukunft sicherer machen.“ Um das Verständnis in der Bevölkerung für solche Investitionen zu steigern, sei es bedeutend, in den zentralen Debatten eine Rolle zu spielen. Dies sei nur durch exzellente Forschung zu erreichen.

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hob die besondere Stellung des House of Finance hervor, die es in den letzten Jahren in der Wissenschaft erreicht habe: „Es freut mich, dass aus dem House of Finance eine herausragende Denkfabrik geworden ist, die unserer Wirtschaft und der Gesellschaft nutzt“. Auch Universitätspräsidentin Birgitta Wolff betonte den Beitrag der Institution zur nichtwissenschaftlichen Welt: „Das House of Finance ist zehn Jahre nach seiner Gründung eine etablierte und angesehene Adresse für die interdisziplinäre Finanzforschung, aber auch eine Plattform für den Wissensaustausch von Forschern mit Bürgern. Einen Impact in der wirklichen Welt zu haben, war immer das Ziel.

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