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Newsletter "Zahlungsverkehr und Wertpapierabwicklung"

Newsletter "Zahlungsverkehr und Wertpapierabwicklung" 33. Ausgabe – März 2018

28.03.2018

Unbare Zahlungen werden in Deutschland immer wichtiger

28.03.2018

Grafik zeigt den Anteil von Zahlungsinstrumenten nach UmsatzGrafik zeigt die Migration von TARGET zu TARGET2
Anteil von Zahlungsinstrumenten nach Umsatz


Der Einkauf in Deutschland wird an der Ladenkasse weiterhin gern bar bezahlt: Rund drei Viertel aller Transaktionen am Point of Sale werden mit Münzen oder Scheinen beglichen. Das geht aus der vierten Studie der Deutschen Bundesbank zum „Zahlungsverhalten in Deutschland 2017“ hervor. Betrachtet man hingegen den Umsatz stellt sich ein etwas anderes Bild dar: 52 Prozent der alltäglichen Umsätze bezahlen Privatpersonen in Deutschland mittlerweile unbar, mit elektronischen Zahlungsmitteln wie der Karte.

Dabei entfallen knapp 35 Prozent der erfassten Umsätze inzwischen auf die Debitkarte. In Deutschland ist dies vor allem die girocard, die frühere ec-Karte. Immer beliebter werden kontaktlose Kartenzahlungen. Obwohl bisher vor allem Kreditkarten mit dem Kontaktlos-Chip ausgestattet sind, stieg der Umsatz mit kontaktlosen Karten laut Studie nun erstmals auf mehr als ein Prozent. In den kommenden Monaten werden zudem fast alle neu ausgegebenen girocards kontaktlose Zahlungen ermöglichen, was dieser Bezahlart zum Durchbruch verhelfen könnte.

Zunehmend genutzt werden auch Internetbezahlverfahren. Sie haben sich inzwischen mit einem Anteil von knapp 4 Prozent am Gesamtumsatz etabliert. Werden nur die Einkäufe im Onlinehandel betrachtet, liegt der Anteil bei 58 Prozent des Umsatzes. 44 Prozent aller Befragten verwenden Internetbezahlverfahren, häufig jedoch aufgrund einer bislang fehlenden kostenlosen Alternative. Das Bezahlen mit dem Smartphone spielt weiterhin eine geringe Rolle. Allerdings nutzen schon 5 Prozent der Befragten Apps zum Versenden oder Empfangen von Geld ohne die Eingabe einer , obwohl diese Funktion erst im vergangenen Jahr in größerem Umfang eingeführt wurde.

Mit der zunehmenden Bedeutung des Onlinehandels, der Verbreitung von kontaktlosen Zahlungskarten und der bereits laufenden Einführung von Instant Payments in der , was -Überweisungen innerhalb von wenigen Sekunden ermöglichen wird, dürften elektronische Zahlungsmittel in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen..

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