Weitere Studienergebnisse

Zusätzlich zu den regelmäßig wiederkehrenden Fragen zu Unternehmenskennzahlen, Erwartungen und dem Zugang zu Krediten stellt die Deutsche Bundesbank den Unternehmen immer wieder auch Fragen zu unterschiedlichen aktuellen Themen. Eine Auswahl der Ergebnisse stellen wir hier vor.

Auswirkungen des Krieges Russlands gegen die Ukraine

Im 3. Quartal 2022 erwarteten 36 % der Unternehmen Umsatzeinbußen durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine für das Jahr 2022. In der sektoralen Betrachtung gingen insbesondere der Groß- und Einzelhandel von Umsatzrückgängen aus.

Erwartete Auswirkungen des Krieges Russlands gegen die Ukraine auf den Unternehmensumsatz 2022

Erwartete Auswirkungen des Krieges Russlands gegen die Ukraine auf den Unternehmensumsatz 2022

Veränderung der Absatzpreise der Unternehmen in Deutschland

Im September stiegen die Absatzpreise der Unternehmen um knapp 11 %. Für die nahe Zukunft gingen die Unternehmen von einem Anstieg ihrer Absatzpreise von ebenfalls knapp 11 % aus.

Veränderung der Absatzpreise der Unternehmen in Deutschland

Erhöhung des Mindestlohns auf 12 € pro Stunde zum 1. Oktober 2022

Der Mindestlohn in Deutschland wurde zum 1. Oktober 2022 von bis dahin 10,45 € auf 12 € pro Stunde erhöht. Im Vorfeld dieser Erhöhung wurden die Unternehmen gefragt, wie hoch der Anteil ihrer Beschäftigten mit einem Stundenlohn unter 12 € ist. Direkt von der Erhöhung des Mindestlohns sollten im Ergebnis jene 30 % der Unternehmen betroffen sein, die mindestens einen Mitarbeiter mit weniger als 12 € pro Stunde entlohnten.

Anteil der Unternehmen, die von der Erhöhung des Mindestlohns auf 12 €/Std. betroffen sind

Es zeigen sich deutliche regionale Unterschiede hinsichtlich der Auswirkung der Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro pro Arbeitsstunde ab dem 1. Oktober 2022. Während im Süden Deutschlands (Bayern und Baden-Württemberg) nur bei 8,6 % der Unternehmen an mehr als 20 % der Beschäftigten der erhöhte Mindestlohn zu zahlen ist, betrifft dies in den östlichen Bundesländern (Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) 14,6 % der Unternehmen.

Anteil der Unternehmen, bei denen mehr als 20 % der Beschäftigten einen Stundenlohn unter 12 € erhielten, nach Region

Gewinnentwicklung und Bewertungsniveau börsennotierter Unternehmen

Ungefähr 40 % der Unternehmen erwarteten infolge der Erhöhung des Mindestlohns einen Anstieg der gesamten Personalkosten. Für die restlichen 60 % der Unternehmen sollen sich die Personalkosten nicht oder nur geringfügig ändern. Die Auswirkungen der Mindestlohnerhöhung auf die Beschäftigung geringqualifizierter Mitarbeitender wurden vorerst als minimal eingeschätzt. Die Mehrheit der Unternehmen (ca. 80 %) rechnete damit, dass sich dadurch weder die Anzahl noch die Arbeitsstunden der geringqualifizierten Beschäftigten deutlich verändern werden. Zwar rechneten ca. 10 % der Unternehmen mit einem diesbezüglichen Rückgang, allerdings gingen fast genauso viele Unternehmen von einem Anstieg der Beschäftigung geringqualifizierter Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus.