Stimmen zum Studium Das sagen Studierende, Lehrende und Ausbildende

Nadine Franke - Vorhachenburgerin

Nadine Franke © Deutsche Bundesbank
Hallo, mein Name ist Nadine und ich bin 18 Jahre alt. 2019 habe ich mein Abitur abgelegt. Mein Studium bei der Bundesbank startet im April 2020. Um die Zwischenzeit zu überbrücken arbeite ich seit September 2019 im Rahmen einer sogenannten „Vorbeschäftigung“ in der Bundesbank im Zentralbereich Bankenaufsicht mit. So sammle ich bis zum Studienbeginn an der Hochschule der Bundesbank in Hachenburg schon etwas Berufserfahrung und erhalte Einblicke in die Aufgaben der Bankenaufsicht. Im Bereich Risikoanalyse bereite ich Sitzungen vor und koordiniere schriftliche Verfahren im „European Systemic Risk Board“, einem Aufsichts- und Risikobegrenzungsausschuss. Die Zeit hier ist sehr lehrreich und vielfältig. Die gesammelte Erfahrung aus der Praxis wird mit beimStudium sicher helfen. Außerdem konnte ich schon Kommilitonen und Kommilitonen kennenlernen, die  im April 2020 ebenfalls ihr Studium an der Hochschule der Bundesbank antreten werden, sodass ich nicht mehr ganz „alleine“ ins Studium starte. Die anderen Studierenden meines Jahrganges werde ich im Februar bei den „Kennlerntagen“ dann auch schon vor Studienbeginn treffen. Persönlich finde ich es sehr gut, dass man die anderen Studierenden bereits vorher kennlernt in der Vorbeschäftigung oder bei den „Kennlerntagen“, da man anschließend drei Jahre mit ihnen zusammen und studiert und viel Zeit gemeinsam in Hachenburg verbringt. Aufgrund der finanziellen Unabhängigkeit und der bereits integrierten Praxiserfahrung habe ich mich für ein duales Studium entschieden. Den Studiengang „Zentralbankwesen“ habe ich ausgewählt, da das Studium sowohl deutschsprachige als auch englischsprachige Ausrichtung beinhaltet. Interessierten kann ich nahelegen die Möglichkeit einer Vorbeschäftigung zu nutzen, insofern diese angeboten wird. Ich bin sehr gespannt auf die kommende, lehrreiche Zeit.

Mike Knecht über seine erste Praxisphase

Mike Knecht
Mein duales Studium BWL mit Schwerpunkt Digitalisierungsmanagement hat mit einem Einführungslehrgang zur Arbeit in der Bundesbank begonnen. Dabei wurden uns durch Vorträge die Hauptaufgaben der Bundesbank nähergebracht. Neben diesen Vorträgen fanden auch Veranstaltungen statt, in denen uns allgemeine Infos zur Bundesbank, wie etwa die Korruptionsprävention oder die Arbeit in einer Bundesbankfiliale näher erklärt wurden. Darüber hinaus war ein Ausflug zur Hauptverwaltung Rheinland-Pfalz und dem Saarland mit Führung durch die Filiale Mainz geplant.

Außerhalb des Programms hatte man abends Gelegenheit, seine Kommilitonen oder auch Studierende der anderen Studiengänge besser kennenzulernen.

Nach dem Einführungslehrgang habe ich meine erste Praxisphase im Zentralbereich Ökonomische Bildung (ÖB) in der Ausbildung begonnen. Dort habe ich die Aufgabe, die Planung der Praxisphasen der einzelnen Studien- und Ausbildungsgänge mithilfe einer Software einfacher und effizienter zu gestalten. Neben diesem Projekt unterstütze ich die Kolleginnen und Kollegen in ÖB im Tagesgeschäft.

Während meiner Projektarbeit zur Beschaffung einer Planungssoftware werden mir viele Freiheiten gelassen und ich arbeite größtenteils selbständig. Um die richtige Software zu finden, habe ich Informationen über die verschiedenen Planungsabläufe der Ausbildungs- und dualen Studiengänge gesammelt, um mir so einen Überblick über die generelle Planung zu verschaffen. Bei auftretenden Fragen helfen mir die Kolleginnen und Kollegen in ÖB stets weiter.

Alles in Allem macht mir die Arbeit in ÖB sehr viel Spaß und ich bin auf den weiteren Verlauf meines dualen Studiums sehr gespannt.

Julius Jansen, über seine Praxisphase im Ausland


Ich wollte die letzte Praxisphase meines Studiums unbedingt bei einer Organisation im europäischen Ausland absolvieren, zu der man normalerweise nur schwer Zutritt hat. Da schienen mir die Vereinten Nationen in Genf ideal. Der Bewerbungsprozess zog sich über mehrere Monate und umfasste unter anderem ein Telefoninterview, bei dem das Fachwissen und die persönliche Eignung des Bewerbers geprüft wurden. Das war schon ziemlich herausfordernd. Umso erfreuter war ich dann natürlich, als man mir schließlich mitteilte, dass ich genommen wurde. Sechs Wochen verbrachte ich bei den Vereinten Nationen in Genf. Dort arbeitete ich in einer Abteilung, die Entwicklungs- und Schwellenländern beim Aufbau eines professionellen Schuldenmanagements hilft. Dort habe ich u. a. ein Tool entwickelt, das Daten aus einem Wirtschaftsinformationsdienst extrahiert und so auf einfache Weise eine Analyse von Staatsanleihen nach bestimmten Kriterien wie Preisen, Renditen und Ratings ermöglicht. Die Zeit war ein absolutes Highlight für mich, denn ich habe noch nie in so kurzer Zeit so viele Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern kennengelernt. Außerdem ist Genf ist eine tolle Stadt, weltläufig, quirlig und trotzdem übersichtlich und mit seiner Lage direkt am See und den Alpengipfeln in Blickweite einfach nur wunderschön.

Prof. Uwe Schollmeyer, Dozent

Foto von Uwe Schollmeyer, Dozent der Hochschule der Deutschen Bundesbank

Wer wirklich verstehen will, was unsere Wirtschaft im Innersten zusammenhält, kommt an der Zentralbank nicht vorbei. Die Hochschule der Deutschen Bundesbank gibt die Möglichkeit diese einzigartige Institution von innen heraus mit all ihren Facetten kennenzulernen. In diesem Studiengang kommen Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Rechtwissenschaften in einem umfassenden Überblick zusammen, der nicht bloß für Zentralbanker nützlich ist. Denn wie schon der Nobelpreisträger F.A. v. Hayek sagte: "Wer nur Ökonom ist, kann kein guter Ökonom sein."

Prof. Dr. Christoph Schmidhammer, Dozent

Foto von Dr. Christoph Schmidhammer, Dozent der Hochschule der Deutschen Bundesbank

Was mir am Konzept der Hochschule der Deutschen Bundesbank in Hachenburg besonders gefällt, ist die Möglichkeit, neben theoretischen Inhalten einen starken Fokus auf die Praxis zu richten. Da ich in nahezu fünf Jahren beruflicher Tätigkeit in einem Bankenverband die Einführung des Baseler Regelwerks live miterlebt und in verschiedenen Instituten mitbegleitet habe, freut es mich, diese Erfahrungen an die Studenten weiterzugeben zu können. Das in Hachenburg gepflegte Kleingruppenkonzept stellt nicht nur für die Studenten, sondern auch für die Lehrenden einen großen Vorteil dar. Dozenten können sich viel besser auf die Belange der Studenten einstellen. So ist mein Eindruck, dass in den Vorlesungen hier vor Ort deutlich mehr "hängen bleibt" als bei anonymen Massenveranstaltungen, wie es an vielen anderen Hochschulen der Fall ist. Dieser Eindruck wird auch von Seiten der Praxis bestätigt, denn Hachenburger Absolventen sind sowohl bei der Bundesbank als auch bei der BaFin äußerst begehrt.

Talena Wahl, Studentin

Der Start ins Duale Studium "Zentralbankwesen" bei der Deutschen Bundesbank
Als Bewerberin für das Duale Studium Zentralbankwesen habe ich ein zweistufiges Auswahlverfahren durchlaufen. Die erste Hürde stellte ein elektronischer Englischtest dar, welcher, da bestanden, gleichzeitig die Eintrittskarte für den direkt darauffolgenden Test der DGP war. In diesem schriftlichen Teil des Auswahlverfahrens ging es um allgemeine Kenntnisse zum Beispiel im Bereich Mathematik oder Deutsch, aber auch logisches Denken und Allgemeinwissen waren gefragt.
Nach einigen Wochen habe ich dann eine Einladung zum Assessment Center (AC) erhalten. Diese finden meistens in der nächstgelegenen Hauptverwaltung statt. Beim eintägigen AC wurden wir von aktuellen Studierenden der Bundesbank betreut und konnten somit schon ein paar wichtige Infos über Hachenburg und die dort gelegene Hochschule in Erfahrung bringen. Neben einem Aufsatz und einer Gruppendiskussion standen Einzelpräsentationen auf dem Programm. Dafür hatte ich mich u. a. über die Kerngeschäftsfelder der Bundesbank gut informiert, habe trotz aller Aufregung bestanden und letztlich eine Zusage erhalten. Nun studiere ich auf Schloss Hachenburg, der bundesbankeigenen Hochschule. Zu Beginn des Studiums sind wir in Doppelzimmern untergebracht, bekommen jedoch im späteren Studienverlauf ein Einzelzimmer. Durch die Doppelzimmer, die gemeinsamen Vorlesungen und Mahlzeiten ist der Kontakt zu den Mitstudierenden garantiert. So fühlt man sich, auch aufgrund des gemeinsamen Wohnortes, schon bald wie eine große Familie.

Chris Körner, Absolvent

Chris Körner © René Zimmer

Wie geht es nach dem Studium weiter?
Die Bundesbank bietet mit Ihren vielfältigen Aufgaben viele verschiedene Einstiegsmöglichkeiten für Absolventen. Ich persönlich habe meinen Bereich, in dem ich nach dem Studium nun arbeite, schon während einer der Praxisphasen kennengelernt. Das ist der große Vorteil der meist sechswöchigen Praktika, man bekommt gute Einblicke in das tägliche Geschäft und kann auch schon Kontakte knüpfen. So hat auch jeder meiner Kommilitonen das passende Aufgabengebiet für sich gefunden.

Wo bin ich gelandet? Im Zentralbereich Z (Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme) in dem Team, das für den Betrieb von Target2 und Target2Securities verantwortlich ist. Über Target2 wird der gesamte Interbankenzahlungsverkehr in der Eurozone abgewickelt. Meine Arbeitstage sind sehr abwechslungsreich, die Aufgaben vielfältig, die Verantwortung groß und das Arbeitsgebiet international. Ich bearbeite Anfragen von Zentralbanken, kümmere mich um die Behebung von Störungen und achte auf das reibungslose Arbeiten der Abwicklungssysteme. Mein Arbeitstag teilt sich somit in einen kommunikativen und einen technischen Part. Ich bin im ständigen Austausch mit meinen Kollegen hier vor Ort in Frankfurt und durch die ständige Videokonferenz auch mit jenen in Rom. Die Banca d'Italia und die Bundesbank teilen sich die operativen Aufgaben im Zahlungsverkehr. Durch weitere internationale Zusammenarbeit hatte ich schon die Möglichkeit, Dienstreisen nach Rom und Helsinki zu machen.

Katja Haas und Madlen Wehmeier, Absolventinnen, Filiale München

Katja Haas und Madlen Wehmeier © Deutsche Bundesbank

Nicht nur während des Theoriestudiums, sondern auch während der gesamten Praxisstudien an den verschiedenen Standorten der Bundesbank, wurde für das Wohl der Studierenden bezüglich Unterkunft, Verpflegung und Reiseaufwendungen gesorgt.

Das theoretische Studium fand auf einem umgebauten Schloss in Hachenburg statt. Die Vorlesungen werden in kleinen Kurseinheiten mit ca. 30 Studierenden abgehalten. Die Praxisphasen waren bestens organisiert. Man bekam die Möglichkeit, die ganze Vielfalt der Deutschen Bundesbank kennen zu lernen und in vielen Organisationseinheiten einen Einblick zu bekommen.

Dass wir einmal die Möglichkeit bekommen würden, unserer regionalen Präferenz zu folgen und in einer Filiale der Deutschen Bundesbank zu arbeiten, hätten wir am Anfang unseres Studiums nicht gedacht. Der Einstieg in die Filiale geschah im Anschluss an das abgeschlossene Studium im Rahmen des sog. „ProFil“. Wir durchliefen verschiedene Stationen der Bundesbank, die im Zusammenhang mit einer Filiale und dem Thema Bargeld stehen. Dazu gehörten auch Schulungen im Servicezentrum Automatisierung Geldbearbeitung sowie Lehrgänge im bundesbankeigenen Tagungszentrum in Eltville. Hierdurch bekamen wir die Möglichkeit, den Bereich Bargeld noch besser kennen zu lernen. Auch die Einarbeitung in der Filiale selbst war zeitlich gut strukturiert. Der Start vor Ort verlief ohne Probleme; wir wurden kollegial in München aufgenommen und fanden schnell Anschluss beim gesamten Team.

Mario Rückert, Absolvent

Mario Rückert © René Zimmer

Das duale Studium in Hachenburg, speziell die enge Verzahnung von Theorie und Praxis während der dreijährigen Ausbildungszeit, bietet eine gute Ausgangslage für den späteren Start in das Berufsleben. Die breit gefächerte Ausrichtung des Studienprofils lässt es zu, direkt nach dem Studium in jedem Bereich der Bank eingesetzt zu werden. So hat das Studium auch solides Grundwissen zum Thema Bankenaufsicht vermittelt, was meinen Berufseinstieg in die neu geschaffene Stabsstelle im Zentralbereich Banken und Finanzaufsicht, das SSM-Sekretariat, erheblich erleichtert hat. Gut gefallen hat mir auch, dass die Arbeit in einer komplett neuen Organisationseinheit wie dem SSM-Sekretariat auch dem "Neuling" aus Hachenburg die Möglichkeit gab, Prozesse aktiv zu beeinflussen und Ideen oder Anregungen direkt adressieren zu können.

Patricia Lange, Absolventin, Filiale Berlin

Patricia Lange © Deutsche Bundesbank

Im dreijährigen dualen Studium bei der Bundesbank vermittelten die verschiedenen Theorie- und Praxisphasen umfangreiche Grundlagen für die Arbeit in einer Zentralbank. Mittels der Praxisaufenthalte in der Zentrale, in Hauptverwaltungen und in Filialen konnte man einen guten Einblick in die verschiedenen Aufgabenbereiche der Bundesbank erlangen. Es bestand zudem die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Ich nutzte die Chance, eine andere Zentralbank kennenzulernen und verbrachte sechs Wochen in der Central Bank of Cyprus in Nicosia.

Als gebürtige Berlinerin und aus familiären Gründen war der Wunsch sehr groß, nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wieder nach Berlin zurückzukehren. Da ich zudem die Arbeit in den Filialen der Bundesbank sehr interessant fand, bewarb ich mich um die vakante Stelle in der Filiale Berlin und wurde dort eingesetzt. Nun durchlaufe ich ein einjähriges Einarbeitungsprogramm, welches mir die Möglichkeit bietet, strukturiert die Organisationsstruktur und die vielfältigen Aufgaben der Filiale kennenzulernen. Zudem finden auch Informationsaufenthalte bei den Schnittstellen mit den Filialen, wie beispielsweise den Zentralbereichen Bargeld, Controlling und Revision, statt. Neben den vielfältigen Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten nach dem Studium sind es auch die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Work-Life-Balance, die für die Bundesbank sprechen.

Riccardo Pohle, Absolvent

Riccardo Pohle © Deutsche Bundesbank

Ich heiße Riccardo Pohle und habe von 2011 bis 2014 im ersten Bachelor-Jahrgang das Studium an der Hochschule der Deutschen Bundesbank absolviert. 

Ich war vor dem Studium bei der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt. Dort habe ich auch meine Ausbildung absolviert. Bereits während der Ausbildung war mir klar, dass ich im Anschluss gerne noch ein Studium machen, die Sicherheit einer Bundesbehörde allerdings nicht aufgeben wollte. Außerdem gewöhnt man sich doch recht schnell an ein festes Einkommen und auf Bafög hatte ich, ehrlich gesagt, keine Lust. Insofern kam für mich nur eine Beamtenlaufbahn in Frage. Ich habe mir davon einige angeschaut – von Finanzamt bis Bundesnachrichtendienst war alles dabei – und die Bundesbank entsprach dann am ehesten meinen Vorstellungen. Sowohl fachlich, als auch von den sonstigen Bedingungen, die die Bank als Arbeitgeber bietet (z.B. eigene Bankunterkünfte in den Praxisphasen). 

Zum Studium selbst ist zu sagen, dass die Belastung zu Beginn sehr hoch ist. Wenn man die Klausuren nicht spätestens beim zweiten Versuch besteht, endet das Studium. Es hilft aber ungemein, dass die Hochschule als Internat konzipiert ist und man immer einen Kommilitonen hat, der bei bestimmten Fragen helfen kann. In den letzten beiden Theorieabschnitten nimmt die Belastung dann zum Glück spürbar ab, da vermehrt aktivierende Prüfungsleistungen (wie Präsentationen, Referate oder Seminararbeiten) ins Spiel kommen. 

Die Praxisphasen zwischen den Theorie- Abschnitten in Hachenburg waren für mich das Interessanteste in der Ausbildung. Man kann sich einen sehr konkreten Eindruck von Bereichen verschaffen, in denen man sich vorstellen könnte, nach dem Studium einmal zu arbeiten.

Zum Ende des Studiums hat man zudem die Möglichkeit außerhalb der Bundesbank ein Praktikum zu beginnen. Dabei wird man sehr vom Ausbildungsbereich unterstützt und im Regelfall werden die eigenen regionalen Wünsche berücksichtigt. Ich absolvierte mein Praktikum in Litauen.