Katja Klotz, ehemalige Bundesbank-Referendarin

Während des Studiums Wirtschaft und Recht mit Schwerpunkt Finance festigte sich mein Wunsch, nach dem Master-Abschluss in der Finanzbranche zu arbeiten. Ich bewarb mich für das Bundesbankreferendariat, weil es eine fundierte, abwechslungsreiche Ausbildung in Theorie und Praxis, mit Einblicken in die unterschiedlichsten Bereiche einer Zentralbank bietet. Ein weiterer wichtiger Aspekt war für mich die Arbeitsplatzsicherheit, da man sich von Beginn an in einem Beamtenverhältnis befindet. Ich habe in der Bundesbank bisher eine angenehme Arbeitsatmosphäre und Unternehmenskultur wahrgenommen, in die man sich schnell einfügen kann. Die Kollegen bemühen sich sehr, Fragen von uns Neueinsteigern zu beantworten und Informationsgespräche zu führen. Während des Referendariats kann man sich ein Netzwerk aus Kontakten in den verschiedensten Bereichen der Bundesbank aufbauen.

Die Theorielehrgänge besucht man gemeinsam mit den anderen Trainees und Referendaren seines Einstellungsjahrgangs. Die Praxisphasen sind grundsätzlich auf zwei Arten in den Fachbereichen durchführbar: als Mitarbeit im Tagesgeschäft oder in Form einer schriftlichen Ausarbeitung eines aktuellen und konkreten Themas. Die Praxisbereiche und -themen sind aus einer internen Praxisbörse der Fachbereiche wählbar. Bisher verbrachte ich Praxisphasen im Zentralbereich Banken und Finanzaufsicht und im Zentralbereich Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme. Gerade arbeite ich im Rahmen meiner dritten Praxisphase im Zentralbereich Personal mit. Weiterhin hatte ich einen dreiwöchigen Informationsaufenthalt in der Hauptverwaltung und der Filiale in Hamburg, um die regionalen Aufgaben der Bundesbank - z. B. Bankenaufsicht, Geldversorgung und Öffentlichkeitsarbeit - kennenzulernen. Seit einiger Zeit besteht im Referendariat auch die Möglichkeit, eine der Praxisphasen bei einer externen in- oder ausländischen Institution eigener Wahl (z. B. Bundesministerium der Finanzen, andere Zentralbank) zu absolvieren.

Grundsätzlich ist es in allen Zentralbereichen möglich, mit Auslandsbezug zu arbeiten. Sei es im Zusammenhang mit Abstimmungs- und Umsetzungsfragen hinsichtlich europäischer Vorgaben, durch Teilnahme an internationalen Weiterbildungen oder durch Mitarbeit in inter-nationalen Fachgremien. Möchte man sich nach einigen Jahren beruflich neuorientieren, besteht aufgrund der Vielseitigkeit der Aufgaben die Option, innerhalb der Bundesbank auf eine andere Stelle zu wechseln.