Erfahrungsberichte

Direkteinsteigerin Dr. Ann-Kathrin Stegmann, Data Analyst im Bereich Banken- und Finanzaufsicht

Ann-Kathrin Stegmann
Zum Ende meiner Promotion in Mathematik wurde mir klar, dass ich meine mathematisch-analytischen Fähigkeiten zukünftig gerne auf praxis-orientiertere Fragestellungen zu volkswirtschaftlichen Themen anwenden möchte.  
Meine jetzige Stelle als Financial Data Analyst im Zentralbereich Banken- und Finanzaufsicht in der Bundesbank bietet mir die Möglichkeit neue innovative Konzepte mit technisch-analytischen Methoden zu entwickeln und damit einen praktischen Nutzen für die Aufsicht zu erzielen. Mich im Rahmen dieser Stelle auch in nationalen und internationalen Arbeitsgruppen und Gremien engagieren zu können, stellt für mich einen zusätzlichen Reiz dar. 
Meine Kolleg*innen haben für das Onboarding von mir als Quereinsteigerin ein wirklich hervorragendes Konzept ausgearbeitet. So wurden in mehreren virtuellen Vorträgen die fachlichen Hintergründe und laufenden Aufgaben meiner neuen Arbeitseinheit vermittelt und die Bundesbank-Strukturen im Rahmen des SSM erklärt. Zudem haben mir Kolleg*innen innerhalb und auch außerhalb des Zentralbereichs Banken und Finanzaufsicht ihre Arbeit in Projekten und Arbeitsgruppen rund um das Thema Digitalisierung und neue Technologien vorgestellt.
In meinem Team entwickle ich nun neue Visualisierungs- und Analyseanwendungen strukturierter und unstrukturierter Daten für die Bankenaufsicht. Besonders spannend finde ich dabei, bisher ungenutztes Analysepotential in den Daten zu entdecken und mit neuen Methoden aus dem Bereich Advanced Analytics, wie z.B. Machine Learning, ganz neue Informationen zu gewinnen. 
In meinem Aufgabenumfeld profitiere ich sehr von meinen mathematischen Fähigkeiten, die das vorhandene Fachwissen sehr gut ergänzen und erweitern. Insbesondere freue ich mich dabei auf die Zusammenarbeit mit den fachlich erfahrenen Kolleg*innen der Bankenaufsicht in der Zentrale und den Hauptverwaltungen, um mein eigenes Fachwissen auszubauen und durch meine Arbeit nutzerorientiert einen sichtbaren Mehrwert für die Bankenaufsicht und damit die Bundesbank ins-gesamt zu erzielen. 

Direkteinsteiger Dr. Daniel Biehl, Mitarbeiter im Bereich Data Analyst in die Bankenaufsicht

Daniel Biehl © Daniel Biehl

Nach Abschluss meiner Promotion in theoretischer Physik im Herbst 2019 dachte ich erstmal überhaupt nicht an die nächste Stelle. Stattdessen stieg ich mit einem One-Way-Ticket nach Kuala Lumpur ins nächste Flugzeug. Nur ein paar Monate später holte mich jedoch die Realität am anderen Ende der Welt wieder ein und ich musste meine Weltreise früher als geplant beenden. Obwohl die Enttäuschung zunächst groß war, war ich letztlich auch deshalb zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um auf die Stellenausschreibung der Bundesbank aufmerksam zu werden.
Während ich mich als Doktorand mit abstrakten Fragestellungen beschäftigt habe, wollte ich nun an möglichst praxisbezogen Themen mit realitätsnahen Problemen arbeiten und bestenfalls einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Die Bundesbank ist mir dabei als Bundesbehörde mit vielfältigen Aufgaben im nationalen und internationalen Kontext aufgefallen. Meine technischen Skills in einem neuen Feld einsetzen zu können war für mich besonders attraktiv, um mich auch fachlich weiterentwickeln.

Die Stelle als Financial Data Analyst im bankaufsichtlichen Meldewesen zeichnete genau das aus. Wir erleben derzeit einen regelrechten Boom was SupTech – „supervisory technology“ – betrifft. Der Bedarf ist enorm und die Möglichkeiten vielfältig. So konnte ich mich ab dem ersten Tag aktiv einbringen und mitgestalten. Auch wenn die Bundesbank „historisch gewachsene“ Hürden mit sich bringt, bin ich sicher, mit meiner Arbeit einen Beitrag zu einer stabilen Volkswirtschaft leisten zu können.

Trotz der Pandemie verlief der Auswahl- und Einarbeitungsprozess reibungslos. Der positive Eindruck aus dem Vorstellungsgespräch hat sich auch während der Anstellung weiter bestätigt: Problemlos wurde mir z. B. Dienstnotebook und -handy zur Verfügung gestellt, so dass ich auch von Zuhause gut arbeiten kann. Im Kollegenkreis wurde ich ebenfalls herzlich aufgenommen und ich hoffe, dass ich meine neuen Kolleginnen und Kollegen in nicht allzu ferner Zukunft auch persönlich treffen kann!

Direkteinsteiger Sebastian Dreisbach, Mitarbeiter im Bereich "Überwachung des Zahlungsverkehrs und der Finanzmarktinfrastrukturen"

Sebastian Dreisbach © Nils Thies

Nach dem Abschluss meines Master-Studiums der Betriebswirtschaftslehre und einer mehrjährigen studienbegleitenden Tätigkeit bei einem großen Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche, bewarb ich mich für einen Direkteinstieg im höheren Dienst bei der Bundesbank. Als möglichen Arbeitgeber hatte ich die Bundesbank schon länger im Blick und wollte zunächst den "klassischen" Weg des Einstieges als Trainee oder Referendar suchen. Es kam dann allerdings anders, und ich fand eine Stelle für den Direkteinstieg, die eine hohe Nähe zu meinen Studienschwerpunkten und vor allem zu meinen praktischen Erfahrungen aufwies. Einige Wochen nach Einreichen meiner Bewerbung wurde ich dann zu einem mehrstündigen Auswahlgespräch eingeladen, welches unter anderem eine kurze Präsentation und eine schriftliche Ausarbeitung beinhaltete.

Heute arbeite ich bereits über zwei Jahre im Zentralbereich "Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme" und bin in der Überwachung und Analyse von sog. zentralen Gegenparteien, oder auch "CCPs", eingesetzt. Meine Tätigkeitsschwerpunkte gehen allerdings darüber hinaus, sodass ich beispielsweise auch an der Positionierung der Bundesbank in Fragen der Regulierung mitwirken kann. Zudem hat meine Stelle einen deutlichen internationalen Bezug. Dazu gehören die Zusammenarbeit und die Kooperation sowie ein ständiger Austausch mit internationalen Behörden und Organisationen.

Für den Bereich, in dem ich tätig bin, kann ich sagen: Wer einen abwechslungsreichen, verantwortungsvollen und international ausgerichteten Arbeitsplatz sowie einen fairen und zuverlässigen Arbeitgeber sucht, ist bei der Bundesbank richtig aufgehoben.

Direkteinsteigerin Dr. Tina Engler in den Bereich "Finanzstabilität"

Tina Engler © Nils Thies

Nach meinem Studium der Wirtschaftsmathematik und dem Abschluss meiner Promotion informierte ich mich unter anderem auf einer Jobmesse in Nürnberg über meine Karrieremöglichkeiten. Dort hatte ich erstmals Kontakt mit der Bundesbank und wurde auf eine interessante und quantitativ ausgerichtete Stellenausschreibung des Zentralbereichs Finanzstabilität aufmerksam. Ich bewarb mich, erhielt eine Zusage und fing als Direkteinsteigerin bei der Bundesbank an. Seitdem arbeite ich in einer Abteilung, die sich mit der Überwachung und Analyse systemischer Risiken aus dem internationalen Finanzsystem beschäftigt. Unser Team beschäftigt sich unter anderem mit Auswirkungen von Regulierung auf die Verteilung von Risiken im Finanzsystem. Das Thema Regulierung von Banken stellte für mich zu Beginn echtes Neuland dar. Dank der Aufgeschlossenheit und Unterstützung meiner Kollegen/innen und themenspezifischer Fortbildungen konnte ich mich schnell in die Thematik einarbeiten und mich dafür begeistern. Das im Studium erlangte Verständnis von mathematischen Modellen sowie Programmierkenntnisse kann ich mittlerweile in unsere Risikoanalysen einfließen lassen. Diese dienen u.a. der Vorbereitung der Vorstände der Bundesbank für verschiedene nationale und internationale Gremien. Im Rahmen meiner Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB) konnte ich bereits Erfahrungen im internationalen Umfeld mit spannenden und aktuell diskutierten Themen sammeln.