Service Navigation

Aufgabe des Eurosystems: Preisstabilität sichern

Aufgabe des Eurosystems: Preisstabilität sichern

Das vorrangige Ziel des Eurosystems ist, Preisstabilität zu gewährleisten. Soweit es ohne Beeinträchtigung dieses Ziels möglich ist, hat das Eurosystem die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Europäischen Union zu unterstützen. Es ist damit vorrangig dem Ziel der Preisstabilität verpflichtet. Der EZB-Rat als oberstes Entscheidungsorgan des Eurosystems hat diese gesetzliche Vorgabe durch eine weitergehende Definition präzisiert. Preisstabilität wird definiert als Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für das Euro-Währungsgebiet von unter 2 % gegenüber dem Vorjahr. Preisstabilität soll dabei „in mittlerer Frist“ herrschen. Der Grund für diese Bestimmung ist, dass geldpolitische Maßnahmen oft erst nach Monaten wirken. Innerhalb des definitorischen Rahmens zielt der EZB-Rat darauf ab, mittelfristig eine Preissteigerungsrate von unter, aber nahe 2 % beizubehalten.  

Der EZB-Rat entschloss sich zu dieser quantitativen Definition von Preisstabilität, um der Geldpolitik des Eurosystems einen klar nachvollziehbaren Maßstab zu geben, an dem der Erfolg seiner Politik gemessen werden kann.

Außerdem stellt diese Definition eine Orientierungshilfe bei der Bildung von Erwartungen hinsichtlich der künftigen Preisentwicklung dar. Was diese Definition konkret bedeutet, wird im Folgenden erläutert. 

Nach oben