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Eurosystem und ESZB

Eurosystem und ESZB

Grafik: Eurosystem
Eurosystem

Da noch nicht alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) dem Euro-Währungsgebiet beigetreten sind, wird zwischen dem Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) und dem Eurosystem unterschieden. Das ESZB setzt sich zusammen aus der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Sitz in Frankfurt am Main und den nationalen Zentralbanken (NZBen) aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Dem ESZB gehören somit auch die Zentralbanken der EU-Länder an, die den Euro als Währung noch nicht eingeführt haben.

Zur Abgrenzung dieses Sachverhalts dient der Begriff „Eurosystem“. Das Eurosystem umfasst die EZB und die NZBen der EU-Mitgliedstaaten, die den Euro als gemeinsame Währung bereits eingeführt haben. Seit Anfang 2015 sind dies 19 Staaten. Im Vertrag von Maastricht (1992) kam der Begriff Eurosystem noch nicht vor. Er findet sich jedoch inzwischen in dem Anfang Dezember 2009 in Kraft getretenen Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union („AEU-Vertrag“ bzw. „Lissabon-Vertrag“).

Die Europäische Zentralbank ist die zentrale Institution des Euro-Währungsgebietes. Sie ging aus dem Europäischen Währungsinstitut (EWI) hervor, das bis zur Gründung der EZB im Juni 1998 die Vorarbeiten für die einheitliche europäische Geldpolitik koordinierte.

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