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Falschgeld

Falschgeld

Grafik: Banknotenfälschungen
Banknotenfälschungen

Immer wieder versuchen sich Fälscher als Bargeldprodu­zenten. Sie setzen darauf, dass sich viele Menschen die Banknoten und Münzen nicht genau genug ansehen und nicht auf die Sicherheitsmerkmale achten. Falschgeld herzustellen oder in Umlauf zu bringen, ist strafbar. Auch wer wissentlich gefälschte Banknoten oder Münzen, die ihm „angedreht“ wurden,  weitergibt,  begeht eine Straftat. Wer nicht nachweisen kann, von wem er Falschgeld bekommen hat, muss den Schaden selbst tragen.

Das Eurosystem beobachtet Neuentwicklungen in der Druck- und Reproduktionstechnologie und überwacht das Falschgeldaufkommen. Die nationalen Zentralbanken analysieren die Fälschungen, die in ihrem Land anfallen, verwahren diese und pflegen die Untersuchungsergebnisse in eine europaweite Datenbank ein. Bei Maßnahmen zur Falschgeldprävention  und -bekämpfung arbeiten die Zentralbanken eng mit den nationalen und internationalen Polizeibehörden zusammen.

Falschgeldaufkommen

Grafik: Echte und falsche Münzen im Vergleich
Echte und falsche Münzen im Vergleich

2016 wurden vom Eurosystem rd. 684.000  falsche Euro-Banknoten aus dem Zahlungsverkehr gezogen. Davon stammten rund  82.200 Stück im Gesamtbetrag von  4,2 Millionen Euro aus Deutschland. 86 % der Euro-Fälschungen in Deutschland waren 50- und 20-Euro-Noten. Mit rund zehn Fälschungen auf 10.000 Einwohner pro Jahr ist das Aufkommen falscher Banknoten in Deutschland jedoch ausgesprochen niedrig. Das Aufkommen an Münzfälschungen ist noch geringer. Von den knapp 33.000 Euro-Münz-Fälschungen im deutschen Zahlungsverkehr im Jahr 2016 entfielen 79 % auf die 2-Euro-Münze.

Verhalten bei Falschgeld

Grafik: Die Filialen der Deutschen Bundesbank
Die Filialen der Deutschen Bundesbank

Mit etwas Aufmerksamkeit können sich alle anhand der Sicherheitsmerkmale vor der Annahme falscher Banknoten schützen. Bei Verdacht auf Falschgeld sollte man einige Verhaltensregeln beachten: Verdächtige Banknoten sollten möglichst wenig berührt werden, um Fingerabdrücke nicht zu verwischen. Der Vergleich mit einer  echten Note erleichtert das Prüfen eines verdächtigen Geldscheins. In Zweifelsfällen kann man auch bei seiner Hausbank oder in einer Filiale der Bundesbank um Rat fragen.

Eindeutig als falsch erkanntes Geld soll mit Angaben zu dessen Herkunft sofort der Polizei übergeben werden. Wenn bekannt, sind auch Informationen zu Aussehen und besonderen Merkmalen des Verbreiters hilfreich. 

Noch strengere Regeln gelten für Geschäftsbanken und Wertdienstleister. Sie müssen bereits Geld an die Behörden mit Angaben zur Herkunft abgeben, bei dem nur Verdacht auf Falschgeld besteht.

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