Auslandsposition der Bundesbank; Währungsreserven und Fremdwährungsliquidität des Eurosystems

Auslandsposition der Bundesbank

Auslandsposition der Deutschen Bundesbank
Ende Juli 2020 liegt die Netto-Auslandsposition bei 725 Mrd €. Auf die Forderungen aus dem Zahlungssystem TARGET2 entfallen mit 1019 Mrd € rund 77% der gesamten Aktiva. Es folgen die Währungsreserven mit insgesamt 14 %. Sie umfassen die Gold- und Devisenbestände einschließlich der Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF). Auf der Passivseite entfällt mit 77% das Gros auf Verbindlichkeiten aus der Euro-Bargeldemission. Die Einlagen von Ansässigen außerhalb des Euroraums sind nach Beendigung des geldpolitischen Ankauf-Programms auf 17 % der Auslandsverbindlichkeiten der Bundesbank gesunken.

Die Auslandsposition der Bundesbank zeigt die finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten der Bundesbank gegenüber Ausländern zum Monatsende, bewertet mit den jeweiligen Marktpreisen und Wechselkursen.

Währungsreserven und Fremdwährungsliquidität

Das Offenlegungstableau der Bundesbank präsentiert die deutschen Währungsreserven und die Fremdwährungsliquidität nach einem international einheitlichen Publikationsschema gemäß dem Statistik-Veröffentlichungsstandard (Special Data Dissemination Standard Plus: SDDS Plus) des Internationalen Währungsfonds (IWF). Das Schema macht die Höhe und Struktur der Währungsreserven transparenter. Der IWF und das "Committee on the Global Financial System" der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) haben es als Reaktion auf die Finanzkrise der 90er Jahre gemeinsam erarbeitet.

Währungsreserven und Fremdwährungsliquidität des Eurosystems

Für den Euroraum veröffentlicht die Europäische Zentralbank (EZB) die aggregierten Währungsreserven und die aggregierte Fremdwährungsliquidität des Eurosystems sowie die nationalen Beiträge gemäß SDDS Plus.