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Auslandsvermögensstatus

Auslandsvermögensstatus

Balkendiagramm zum Deutschen Auslandsvermögen

Das Netto-Auslandsvermögen im 2. Quartal 2019 steigt mit 47 Mrd nur vergleichsweise gering: Nach dem Rekordanstieg des Vorquartals dämpfen im laufenden Quartal Bewertungseffekte die Dynamik. Das Netto-Auslandsvermögen beträgt nunmehr 2,2 Billionen ; das entspricht 66% des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

Zu Beginn der Europäischen Währungsunion Anfang 1999 hatte Deutschland eine Netto-Schuldner-Position gegenüber dem Ausland ausgewiesen.

Ein Blick auf die Brut­to­grö­ßen zeigt, dass in­län­di­sche Gläu­bi­ger aus­län­di­sche Ver­mö­gens­wer­te in Höhe von 9 298 Mrd  hal­ten, wäh­rend die deut­schen Aus­lands­ver­bind­lich­kei­ten bei 7 053 Mrd  lie­gen.  Somit addieren sich die Auslandsforderungen und –verbindlichkeiten fast auf das Fünffache des deutschen BIP. Diese Kennziffer, die herangezogen wird, um den finanziellen Offenheitsgrad einer Volkswirtschaft zu beschreiben, nahm bis 2012 recht stetig zu; seitdem verharrt sie auf hohem Niveau.

Der Auslandsvermögensstatus (AVS) stellt die zu Marktpreisen bewerteten finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Inländern und Ausländern am jeweiligen Quartalsultimo dar. Damit gibt der AVS sowohl Auskunft über die Höhe und Struktur des Finanzvermögens, das Inländer im Ausland halten, als auch über das Finanzvermögen, das von Ausländern in Deutschland gehalten wird.

Das Netto-Auslandsvermögen im Verhältnis zum BIP ist ein Hauptindikator im EU-Verfahren bei einem makroökonomischen Ungleichgewicht (Marcoeconomic Imbalance Procedure: MIP).

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