Auslandsverschuldung

Bruttoauslandsverschuldung
Die deutsche Bruttoauslandsverschuldung liegt Ende des 3. Quartals 2020  bei 5,5 Billionen €. Der starke Anstieg im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt am aktuellen Rand erklärt sich durch den Corona-bedingten Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten.

Die Auslandsverschuldung (Gross External Debt) zeigt nur die finanziellen Verbindlichkeiten von Inländern gegenüber Ausländern, die feste Zins- und/oder Tilgungstermine aufweisen. Zur Auslandsverschuldung zählen beispielsweise Schuldverschreibungen und Kredite. Außen vor bleiben hingegen Finanzinstrumente ohne Rückzahlungsverpflichtung, wie beispielsweise Aktien oder Direktinvestitionen.

Die Auslandsverschuldung ist damit eine Teilmenge der Verbindlichkeiten des Auslandsvermögensstatus (AVS); entsprechend sind die Bestände mit Marktpreisen und Wechselkursen zum jeweiligen Stichtag bewertet.

Der Fokus auf die Auslandsschulden mit festen Zahlungsverpflichtungen erlaubt einen Blick auf mögliche Liquiditäts- oder Solvenzrisiken eines Landes. Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert für seinen Statistik-Veröffentlichungsstandard (Special Data Dissemination Standard Plus: SDDS Plus) die Bereitstellung eines Datentableaus zur Bruttoauslandsverschuldung nach einem einheitlichen Schema.