Auslandsunternehmenseinheiten (FATS) Struktur und Tätigkeit

In 2017 ist die Anzahl ausländischer Unternehmenseinheiten mit deutschen Investoren erneut gestiegen. Der in diesen Unternehmenseinheiten generierte Jahresumsatz erhöhte sich um 37 Milliarden auf knapp 2,4 Billionen Euro. 

Mehr als die Hälfte stammt dabei von europäischen Unternehmen. Die Anzahl der in den Auslandsunternehmenseinheiten beschäftigten Mitarbeiter belief sich im Jahr 2017 auf 5,9 Millionen (Vorjahr: 5,7 Millionen). 

Davon entfielen 2,7 Million (Vorjahr: 2,6 Millionen) auf Unternehmen in der Europäischen Union. Über alle EU-Länder hinweg liegt der Anteil der beschäftigten Mitarbeiter bei deutschen Auslandsunternehmenseinheiten bei 1,85%. Von besonderer Bedeutung für den nationalen Arbeitsmarkt sind deutsche Auslandsunternehmenseinheiten vor allem in der Tschechischen Republik (Anteil an allen Erwerbstätigen: 5,3%) und der Slowakei (Anteil an allen Erwerbstätigen: 5,0%). In Griechenland und Zypern liegt der Anteil dagegen nur bei 0,3%.

Die Statistik über Unternehmenseinheiten, die Investoren grenzüberschreitend kontrollieren, gibt unter anderem Auskunft über Anzahl der Einheiten, Anzahl ihrer Beschäftigten und ihren Umsatz gegliedert nach Ländern und Wirtschaftszeigen (Foreign Affiliates Statistics: FATS). FATS folgt den Vorgaben der Verordnung (EG) Nr. 716/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juni 2007.

Die Bundesbank erhebt die Kenngrößen zu Unternehmenseinheiten im Ausland, die von deutschen Investoren kontrolliert werden (Outward FATS). Die Angaben zu Unternehmenseinheiten im Inland, die von ausländischen Investoren kontrolliert werden, stellt das Statistische Bundesamt bereit (Inward FATS).