5 Verbraucherpreise, Erzeugerpreise und Einfuhrpreise

Preise
Verbraucherpreisindizes messen die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Darunter fallen zum Beispiel Nahrungsmittel, andere Konsumgüter, Wohnungsmieten, Strom, Kraftstoffe und Dienstleistungen. Anhand der Entwicklung der Verbraucherpreise wird die Inflation, definiert als ein dauerhaft hoher Anstieg des Preisniveaus, bestimmt. Die gemessene prozentuale Veränderung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vorjahr („Inflationsrate“) ist die statistische Basis für die Beurteilung des Vorliegens von Preisstabilität im Euroraum.

Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte (im Inlandsabsatz) misst die durchschnittliche Preisentwicklung von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen, die in Deutschland hergestellt und im Inland verkauft werden. Dazu zählen z. B. Mineralölprodukte, Metalle, chemische Grundstoffe und Nahrungsmittel. Die Produzenten dieser Güter gehören zum Verarbeitenden Gewerbe, zur Energie- und Wasserwirt­schaft sowie zum Bergbau.

Die Einfuhrpreise messen die durchschnittliche Entwicklung der Preise aller Waren, die zwischen dem Ausland und Deutschland gehandelt werden. Entsprechend ihrer Bedeutung für die Einfuhren werden die Preise beispielsweise für Erdöl, Mineralölerzeugnisse, sonstige Rohstoffe und Getreide sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen und chemische Erzeugnisse zusammengewogen.