Ausgetrocknetes Flussbett des Rheins bei Germersheim in Deutschland ©Conny Pokorny – stock.adobe.com

Bundesbank veröffentlicht Klimafahrplan bis 2027

Der Pegelstand des Rheins hat gezeigt, dass die Erderwärmung auch in Deutschland spürbare wirtschaftliche Auswirkungen hat. Daher beschäftigt sich die Bundesbank seit einigen Jahren mit den finanziellen Risiken, die durch den Klimawandel entstehen. Zunehmend nehmen wir aber auch Risiken in den Blick, die durch die Zerstörung von Natur entstehen, sagt Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Mauderer, die im Vorstand unter anderem für Nachhaltigkeit verantwortlich ist.

Klimawandel, der Verlust der biologischen Vielfalt und der Übergang zu einer klimaneutralen und ressourcenschonenden Wirtschaft verändern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Sie können sich unter anderem auf Inflation und Wachstum auswirken. Zugleich können daraus Risiken für einzelne Finanzinstitute und für das Finanzsystem insgesamt entstehen. Die Bundesbank berücksichtigt diese Zusammenhänge daher im Rahmen ihres Mandats in ihren Analysen und Arbeiten. 

Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Bundesbank ihren Klimafahrplan bis Ende 2027 veröffentlicht. Darin bündelt sie ihre strategischen Ziele und geplanten Arbeiten zu Klima- und Naturrisiken. Der Klimafahrplan zeigt, auf welche Schwerpunkte die Bundesbank ihre Arbeit zu diesen Themen in den kommenden eineinhalb Jahren konzentriert.

Analytische Schwerpunkte

Die Deutsche Bundesbank fokussiert sich in ihren klima- und naturbezogenen Arbeiten auf drei Schwerpunktthemen: den Übergang zu einer klimaneutralen und ressourcenschonenden Wirtschaft, naturbedingte Risiken, sowie physische Klimarisiken und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Klima- und Naturrisiken berücksichtigen

Der Klimafahrplan beschreibt konkrete Ziele und Maßnahmen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Bundesbank. Zu den geplanten Arbeiten gehört beispielsweise, die Wechselwirkungen zwischen Geldpolitik, gesamtwirtschaftlicher Entwicklung und Transformationsprozessen weiter zu analysieren. Auch sollen Klima- und Naturrisiken weiter in den Aufsichtsprozess integriert werden. Darüber hinaus will die Bundesbank ihr Angebot an Nachhaltigkeitsdaten für interne und externe Nutzerinnen und Nutzer ausbauen.

Der Klimafahrplan macht damit sichtbar, wie die Bundesbank Klima- und Naturrisiken in ihre unterschiedlichen Aufgaben einbezieht und welche Vorhaben sie bis Ende 2027 verfolgt.