Bestandsangaben Kapitalverflechtung mit dem Ausland

Die Be­stand­s­er­he­bung über Di­rekt­in­ves­ti­tio­nen gibt Aus­kunft über die Ka­pi­tal­be­zie­hun­gen aus Be­tei­li­gun­gen von In­län­dern an Un­ter­neh­men im Aus­land bzw. von Aus­län­dern an Un­ter­neh­men in Deutsch­land zum Jah­res­en­de. Die Daten ba­sie­ren auf den Bi­lan­zen der mel­de­pflich­ti­gen Un­ter­neh­men.

Vier­tel­jähr­li­che Be­stands­da­ten lie­fert der Aus­lands­ver­mö­gens­sta­tus. Dazu wer­den die Werte am ak­tu­el­len Rand zu­nächst ge­schätzt und spä­ter mit der jähr­li­chen Be­stan­d­er­he­bung ab­ge­gli­chen.

Inländische Direktinvestitionen im Ausland

Inländische Direktinvestitionen im Ausland

Die unmittelbaren und mittelbaren deutschen Direktinvestitionen im Ausland sind zum Jahresende 2023 um 16 Mrd € auf 1.618 Mrd € gestiegen. An der Spitze lagen erneut die Vereinigten Staaten, wo mit 436 Mrd € etwa 27 % aller deutschen Direktinvestitionen zu finden sind.

Die nebenstehende Grafik verdeutlicht die Verflechtungen zwischen inländischen und ausländischen Wirtschaftszweigen, die sich durch die unmittelbaren und mittelbaren deutschen Direktinvestitionen ergeben. Sie zeigt, dass viele deutsche Unternehmen im Ausland überwiegend in ihrer eigenen Branche investiert sind, so zum Beispiel Banken, Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie Herstellung von chemischen Erzeugnissen. Inländische Beteiligungsgesellschaften mit und ohne Managementfunktion, sowie der Großhandel (ohne den Handel mit Kraftfahrzeugteilen) sind demgegenüber breiter aufgestellt. Zwar investieren auch sie in die eigene Branche, darüber hinaus halten sie aber auch Direktinvestitionen in den übrigen wichtigen Wirtschaftszweigen.

Inländische Direktinvestitionen im Ausland nach Top10-Wirtschaftszweigen

Ausländische Direktinvestitionen im Inland

Ausländische Direktinvestitionen im Inland
Die unmittelbaren und mittelbaren ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland in Höhe von 726 Mrd € stammten zum Jahresende 2023 überwiegend aus europäischen Ländern; hier war Europa mit einem Anteil von 76 % sogar noch prominenter vertreten als bei den deutschen Direktinvestitionen im Ausland.