Asset Purchase Programme (APP)

Am 22. Januar 2015 kündigte die EZB ein erweitertes Programm zum Ankauf von Vermögenswerten an. Damit dehnte die EZB ihre Ankäufe auf Anleihen aus, die von im Euroraum ansässigen Zentralstaaten, Emittenten mit Förderauftrag und europäischen Institutionen begeben werden (PSPP). Das erweiterte Programm schließt die bereits Ende 2014 aufgelegten Ankaufprogramme für Asset-Backed Securities (ABSPP) und für gedeckte Schuldverschreibungen (CBPP3) mit ein. Am 10. März 2016 beschloss der EZB-Rat das Anleihekaufprogramm um Ankäufe von Unternehmensanleihen des Nicht-Finanzsektors (CSPP) zu erweitern. Zu Beginn wurden monatliche Ankäufe von Vermögenswerten in Höhe von 60 Mrd durchgeführt. Mit Wirkung zum 1. April 2016 wurde das Volumen der monatlichen Netto-Ankäufe von 60 Mrd auf 80 Mrd € erhöht. Zum 1. April 2017 wurde das Volumen wieder auf 60 Mrd € reduziert. Vom Januar 2018 bis zum September 2018 wurden monatlich 30 Mrd € gekauft, den Rest des Jahres nur monatlich 15 Mrd €. Zwischen Januar und Oktober 2019 erfolgten keine Nettokäufe mehr, jedoch wurden die Beträge aus fälligen Anleihen reinvestiert (Reinvestitionsphase). Diese Reinvestitionen sollen über den Termin der ersten Zinserhöhung hinaus erfolgen und in jedem Fall so lange wie erforderlich um günstige Liquiditätsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten. Seit dem 1. November 2019 werden wieder Nettoankäufe in einem monatlichen Umfang von 20 Mrd € durchgeführt. Am 12. März 2020 kündigte die EZB in Reaktion auf die Ausbreitung des COVID-19 Virus und dessen wirtschaftliche Folgen eine vorübergehende Ausweitung der Nettoankäufe von Vermögenswerten in Höhe von 120 Mrd € bis zum Ende des Jahres 2020 an. Der EZB-Rat geht weiterhin davon aus, dass die Nettoankäufe so lange fortgesetzt werden, wie es für die Verstärkung der akkommodierenden Wirkung seiner Leitzinsen erforderlich ist, und dass sie beendet werden, kurz bevor er mit der Erhöhung der EZB-Leitzinsen beginnt.  

Der aktuelle Bestand im APP wird wöchentlich im konsolidierten Wochenausweis des Eurosystems veröffentlicht.