Transaktionswerte Außenwirtschaftliche Transaktionen

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Ausland
 

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Ausland

Die Daten zu den Transaktionswerten liegen ausschließlich als unmittelbare Direktinvestitionen vor. Das bedeutet, dass in den Daten nur direkte Beteiligungen von mehr als 10 % an verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden können. Die Darstellung von Direktinvestitionsketten ist auf Seiten der Erhebung nicht möglich.

Der Ausweis der Daten kann zwei verschiedenen Prinzipien folgen. Beim Forderungen-Verbindlichkeiten-Prinzip (Asset-Liability-Principle, kurz ALP) werden die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Direktinvestitionen brutto ausgewiesen. Dieses Prinzip entspricht den internationalen Vorgaben für die Erstellung der Zahlungsbilanz und der Bestandsstatistik des Auslandsvermögensstatus.

Anders als bei der klassischen Gegenüberstellung von Forderungen und Verbindlichkeiten geht es beim erweiterten Richtungsprinzip (Extended-Directional-Principle:EDP) werden Kapitalverflechtungen im Direktinvestitionsverbund berücksichtigt. So werden reverse investments, also ein Direktinvestitionsobjekt stellt dem Direktinvestor Mittel zur Verfügung, abgezogen und auch die Verflechtung von verbundenen Unternehmen fellow enterprises untereinander werden berücksichtigt. Diese Schwesterkredite werden in Abhängigkeit des Sitzlandes der Konzernzentrale zugeordnet. Liegt die Konzernzentrale im Inland, erfolgt die Verbuchung aller Kreditpositionen zwischen in- und ausländischen Schwesterunternehmen bei den deutschen Direktinvestitionen im Ausland (outward direct investment). Bei im Ausland liegenden Konzernzentralen erfolgt die Zurechnung entsprechend bei den ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland (inward direct investment).