Transaktionswerte Außenwirtschaftliche Transaktionen
Die Daten zu den Transaktionswerten liegen ausschließlich als unmittelbare Direktinvestitionen vor. Das bedeutet, dass in den Daten nur direkte Beteiligungen von mehr als 10 % an verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden können. Die Darstellung von Direktinvestitionsketten ist auf Seiten der Erhebung nicht möglich.
Asset-Liability-Principle
Der Ausweis der Daten kann zwei verschiedenen Prinzipien folgen. Beim Forderungen-Verbindlichkeiten-Prinzip (Asset-Liability-Principle, kurz ALP) werden die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Direktinvestitionen brutto ausgewiesen. Dieses Prinzip entspricht den internationalen Vorgaben für die Erstellung der Zahlungsbilanz und der Bestandsstatistik des Auslandsvermögensstatus.
Extended-Directional-Principle
Anders als bei der klassischen Gegenüberstellung von Forderungen und Verbindlichkeiten geht es beim erweiterten Richtungsprinzip (Extended-Directional-Principle:EDP) werden Kapitalverflechtungen im Direktinvestitionsverbund berücksichtigt. So werden reverse investments, also ein Direktinvestitionsobjekt stellt dem Direktinvestor Mittel zur Verfügung, abgezogen und auch die Verflechtung von verbundenen Unternehmen fellow enterprises untereinander werden berücksichtigt. Diese Schwesterkredite werden in Abhängigkeit des Sitzlandes der Konzernzentrale zugeordnet. Liegt die Konzernzentrale im Inland, erfolgt die Verbuchung aller Kreditpositionen zwischen in- und ausländischen Schwesterunternehmen bei den deutschen Direktinvestitionen im Ausland (outward direct investment). Bei im Ausland liegenden Konzernzentralen erfolgt die Zurechnung entsprechend bei den ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland (inward direct investment).
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Zur Veranschaulichung dient dieser fiktive Direktinvestitionsverbund mit Unternehmen A als Konzernspitze. Alle Unternehmen befinden sich annahmegemäß in unterschiedlichen Ländern. Folgende Konzernstrukturen liegen vor:
Gemäß des ALP werden nun aus Sicht von Unternehmen B alle Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (200 GE Eigenkapital an C, 20 GE Handelskredite an C, 8 GE Eigenkapital an A) = 228 GE, sowie alle Forderungen gegenüber Schwesterunternehmen (75 GE Kredite an E) = 75 GE summiert (=303 GE) und analog den Verbindlichkeiten (375 GE) gegenüber gestellt. In der Nettobetrachtung werden 72 GE ausgehende Direktinvestitionen verbucht (s. u.).
Bei der Betrachtung des EDP werden nun Eigenkapital- und Schuldtitelpositionen des Direktinvestitionsunternehmens (Unternehmen B) und Direktinvestors (Unternehmen A) saldiert. Es werden also die „reverse investements“ berücksichtigt. Gleichzeitig wird hier auch deutlich, dass je nach Sitzland der Konzernspitze (ob im Inland oder Ausland) auch die Positionen der Schwestergesellschaften berücksichtigt werden müssen.