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Repräsentanzen

Repräsentanzen und Repräsentanten Das weltweite Repräsentantennetz der Deutschen Bundesbank

Die Bundesbank hat zwei eigenständige Repräsentanzen, eine in New York und eine in Tokio, sowie zehn Repräsentanten, die bei deutschen Botschaften bzw. Generalkonsulaten in wichtigen Finanzzentren angesiedelt sind.

Repräsentanzen der Bundesbank in New York und Tokio

Seit 1986 gibt es zwei eigenständige, d.h. von den jeweiligen deutschen Vertretungen unabhängigen, Repräsentanzen der Bundesbank in New York und Tokio. Hauptaufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Repräsentanzen ist die Berichterstattung über wirtschaftliche Themen und das Finanzsystem in der jeweiligen Region. Die Repräsentanz in New York ist für die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko zuständig und die Repräsentanz in Tokio für Japan, Korea und Australien. Wichtig für die Arbeit vor Ort sind der Aufbau und die Pflege von Kontakten zu Fachleuten aus wichtigen Institutionen des Finanzsektors. In persönlichen Gesprächen und Vorträgen informieren die Bundesbankbeschäftigten über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und im Euroraum bzw. über die Sichtweise der Bundesbank zu geld- und wirtschaftspolitischen Themen und fungieren so als Sprachrohr. In beiden Repräsentanzen werden seit einigen Jahren Handelsaktivitäten durchgeführt, die wichtig für die Verwaltung der deutschen Währungsreserven sind.

Repräsentanten der Bundesbank in weiteren zehn Finanzzentren

Die Schaffung des Eurosystems und die internationale Zusammenarbeit im Rahmen der G20 und des Finanzstabilitätsrats machen es notwendig, dass die Bundesbank ein gut ausgebautes Repräsentantennetz hat. Neben den makroökonomischen Aspekten werden mikro- und makroprudenzielle Themen für die Arbeit der Zentralbanken immer wichtiger und die Bedeutung der Schwellenländer für die Weltwirtschaftsentwicklung wächst. Die Auswahl der Standorte erfolgt in Absprache mit dem Auswärtigen Amt. Die Bundesbank ist in Brüssel, Istanbul, London, Moskau, Mumbai, Paris, Peking, Pretoria, São Paulo und Singapur vertreten.  

Wesentliche Aufgabe unserer Repräsentanten ist die Beobachtung und Analyse des Finanzsystems. Dazu zählt, mögliche Finanzkrisen frühzeitig zu erkennen. Selbst kleinere, zunächst nur auf die lokale Wirtschaft begrenzte Fehlentwicklungen können sich in einer verflochtenen Weltwirtschaft rasch auf das Finanzsystem eines anderen Landes und unter Umständen auf die gesamte Weltwirtschaft auswirken. Eine zentrale Lehre aus der globalen Finanzkrise ist, dass isolierte nationale Anstrengungen die Stabilität unseres Finanzsystems nicht sichern können. Die Bundesbank möchte mit ihrem Netzwerk nahezu alle G20-Länder direkt oder indirekt verfolgen. So werden z.B. von São Paulo aus alle Länder Südamerikas und von Singapur alle Länder in Südostasien beobachtet. Darüber hinaus fördern die Bundesbankbeschäftigten vor Ort den Wissensaustausch und bauen und pflegen ein wertvolles persönliches Netzwerk mit Zentralbanken, Finanzbehörden, Aufsichtsbehörden, Banken und sonstigen Institutionen.

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