Direktinvestitionen und Auslandsunternehmenseinheiten (FATS)

Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment: FDI) sind grenzüberschreitende Vermögensanlagen in Unternehmen mit dem Ziel, die Geschäftstätigkeit langfristig zu beeinflussen.

Die Angaben über Direktinvestitionen gehen in drei Statistiken ein. Die Kapitalbilanz - als Teilbilanz der Zahlungsbilanz - enthält monatlich die gemeldeten Transaktionen zu Marktwerten. Der Auslandsvermögensstatus zeigt die Bestände jeweils zum Quartalsultimo. Die Bestandserhebung über Direktinvestitionen weist zum Jahresende auf Basis der Unternehmensabschlüsse die Bestände zu Buchwerten aus.

Die Statistik über die Struktur und Tätigkeit von Auslandsunternehmenseinheiten (Foreign Affiliates Statistics – FATS) gibt Auskunft über Kenngrößen grenzüberschreitend kontrollierter Unternehmen.

Transaktionswerte
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Ausland 2019

2019 setzte sich die starke Expansion der Direktinvestitionsanlagen im Ausland mit gut 100 Mrd € fort, wenn sie auch deutlich geringer ausfiel als im Vorjahr (148 Mrd €).

Bestandsangaben
Ausländische Direktinvestitionen im Ausland

Die unmittelbaren und mittelbaren inländischen Direktinvestitionen im Ausland haben zum Jahresende 2018 insgesamt 1.277 Mrd € betragen. Damit erhöhten sie sich um 70 Mrd € gegenüber dem Vorjahr.

Auslandsunternehmenseinheiten (FATS)
Grafik: Auslandsunternehmen deutscher Investoren

In 2017 ist die Anzahl ausländischer Unternehmenseinheiten mit deutschen Investoren erneut gestiegen. Der in diesen Unternehmenseinheiten generierte Jahresumsatz erhöhte sich um 37 Milliarden auf knapp 2,4 Billionen Euro.