Nettoabsatz von Schuldverschreibungen im August 2026 gegenüber Vormonat gesunken

Rentenmarkt

Die Bruttoemissionen am deutschen Rentenmarkt lagen im August 2026 mit 121,1 Mrd € unter dem Wert des Vormonats (144,3 Mrd €). Nach Abzug der Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten stieg der Umlauf heimischer Rentenwerte um 8,9 Mrd €. Ausländische Schuldverschreibungen wurden für netto 28,7 Mrd € auf dem deutschen Markt untergebracht. Im Ergebnis nahm damit der Umlauf von Schuldverschreibungen in Deutschland um 37,6 Mrd € zu.

Die Kreditinstitute emittierten im Berichtsmonat Schuldverschreibungen für per saldo 8,8 Mrd €, nach 16,6 Mrd € im Vormonat. Begeben wurden vor allem Schuldverschreibungen der Spezialkreditinstitute, zu denen beispielsweise öffentliche Förderbanken zählen (8,1 Mrd €). Daneben wurden auch flexibel gestaltbare Sonstige Bankschuldverschreibungen für per saldo 3,4 Mrd € begeben, während vor allem Hypothekenpfandbriefe netto getilgt wurden (‑2,5 Mrd €).

Die öffentliche Hand erhöhte im August ihre Rentenmarktverbindlichkeiten per saldo um 6,0 Mrd €, nach Nettoemissionen von 25,4 Mrd € im Vormonat. Der Bund begab per saldo vor allem zweijährige Schatzanweisungen (9,6 Mrd €), 30-jährige Anleihen (7,9 Mrd €) sowie fünfjährige Obligationen (7,5 Mrd €). Dem standen Nettotilgungen von zehnjährigen Anleihen für 23,5 Mrd € gegenüber. Die Länder und Gemeinden führten im Ergebnis ihre Kapitalmarktverschuldung geringfügig zurück (- 0,3 Mrd €).

Inländische Unternehmen tilgten im Berichtsmonat Schuldverschreibungen für netto 5,9 Mrd €, nach Nettoemissionen in Höhe von 2,0 Mrd € im Juli. Die Tilgungen waren im Ergebnis vor allem auf Sonstige Finanzinstitute (- 5,7 Mrd €) zurückzuführen.

Auf der Erwerberseite traten im August vor allem ausländische Investoren in Erscheinung. Sie erwarben hiesige Schuldverschreibungen für netto 28,1 Mrd €. Auch heimische Kreditinstitute nahmen per saldo Rentenwerte in ihre Portfolios auf (16,0 Mrd €). Dabei handelte es sich überwiegend um ausländische Werte. Inländische Nichtbanken vergrößerten ihren Rentenbestand im Ergebnis um 10,0 Mrd €. Auch hier standen ausländische Papiere im Vordergrund des Interesses. Der Bestand an Anleihen, die von der Bundesbank gehalten werden, verringerte sich im Berichtsmonat um netto 16,5 Mrd €. Dies ist vor allem auf auslaufende Bestände aus den Ankaufprogrammen des Eurosystems zurückzuführen.

Aktienmarkt

Am deutschen Aktienmarkt begaben inländische Unternehmen im Berichtsmonat neue Aktien für netto 0,3 Mrd €. Der Umlauf ausländischer Aktien in Deutschland sank im gleichen Zeitraum um 0,8 Mrd €.

Ausländische Investoren erwarben im August im Ergebnis hiesige Dividendenwerte für 0,5 Mrd €. Heimische Kreditinstitute und Nichtbanken trennten sich per saldo von Aktien im Wert von jeweils 0,5 Mrd €. Während bei den Kreditinstituten im Ergebnis allein inländische Werte veräußert wurden, waren bei den Nichtbanken Verkäufe ausländischer Papiere maßgeblich.

Investmentfonds

Inländische Investmentfonds verzeichneten im August einen Mittelzufluss in Höhe von 3,6 Mrd €, nach 10,0 Mrd € im Juli. Die Gelder kamen im Ergebnis überwiegend den Spezialfonds zugute (2,4 Mrd €), welche institutionellen Anlegern vorbehalten sind. Unter den Anlageklassen konnten vor allem Gemischte Wertpapierfonds und Aktienfonds neue Mittel verzeichnen (1,6 Mrd € beziehungsweise 1,0 Mrd €). Am deutschen Markt aktive ausländische Fondsgesellschaften verzeichneten Mittelzuflüsse in Höhe von 19,1 Mrd €.

Auf der Erwerberseite traten vor allem inländische Nichtbanken in Erscheinung (22,4 Mrd €). Hiesige Kreditinstitute erwarben Anteilscheine für netto 0,2 Mrd €. Ausländische Anleger waren im Ergebnis nur marginal am deutschen Fondsmarkt aktiv.