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Neue Studie untersucht jüngsten Anstieg der Inflationsrate

Eine neue Studie der Bundesbank untersucht den aktuellen Verlauf der deutschen Inflationsrate im Vergleich zur Hochinflationsphase 2022 nach der Corona-Pandemie und dem Beginn des Kriegs gegen die Ukraine. Dabei betrachten die Autorinnen und Autoren die unterschiedliche Preisentwicklung in einzelnen Bereichen wie Energie, Nahrungsmittel, Industriegütern oder Dienstleistungen. 

Durch den Krieg im Nahen Osten kam es seit Beginn des Jahres 2026 zu einem merklichen Anstieg der Inflationsrate in Deutschland. Zuletzt erreichte die Vorjahresrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) im Oktober 2,8 Prozent basierend auf einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts. 

Aktuelle Situation geprägt durch Rohölpreise

Die aktuelle Situation ist bisher vor allem geprägt durch einen Anstieg der Rohölpreise, schreiben die Fachleute. Seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten sind die Rohölpreise ähnlich stark gestiegen wie in der Hochinflationsphase 2022, nämlich um knapp 70 Prozent. In der aktuellen Situation erhöhte sich die Dynamik der Verbraucherpreise abgesehen von Energie und zwar insbesondere Mineralölerzeugnissen bisher noch nicht wesentlich. Die Erfahrung aus der Hochinflationsphase 2022 zeigt jedoch, dass sich indirekte Effekte von Energiepreisschocks erst mit Verzögerung bei Nahrung, Industriegütern ohne Energie und Dienstleistungen bemerkbar machen.

Weiterhin erhöhte Inflationsrate zu erwarten

Die Verbraucherpreissteigerungen bei Gas und Strom, Nahrungsmitteln, anderen Waren und Dienstleistungen dürften sich erst nach und nach erhöhen. Hinzu kommt, dass sich Dienstleistungen bereits vor dem Krieg im Nahen Osten überdurchschnittlich verteuert hatten. Die Fachleute rechnen daher damit, dass die Inflationsrate in Deutschland bis ins nächste Jahr hinein merklich erhöht bleibt (siehe auch Monatsbericht Konjunktur – Verlinkung). Zwar gäbe es im Moment wenig Anzeichen dafür, dass die Inflationsrate einen ähnlich steilen Pfad wie ab 2022 nimmt. Die Analysen zeigen jedoch, dass die Rückkehr zur 2 Prozent-Marke einige Zeit in Anspruch nehmen wird, heißt es in dem Aufsatz weiter. Der Ausblick hänge stark von der Entwicklung im Nahen Osten ab.