Kampagne gegen Betrug im Zahlungsverkehr
Deutsche Bundesbank und Bundesministerium der Finanzen übernehmen Schirmherrschaft
Betrug im Zahlungsverkehr kann alle treffen. Nach Erhebungen der Deutschen Bundesbank verursachten rund 1,8 Millionen betrügerische Zahlungsvorgänge im Jahr 2025 einen Schaden von mehr als 580 Millionen Euro. Eine häufige Betrugsmasche ist Phishing. Dabei versuchen Kriminelle, Betroffene mit gefälschten Nachrichten, Anrufen oder nachgeahmten Webseiten zu täuschen. Sie wollen Zugang zu sensiblen Daten erhalten oder Betroffene dazu bringen, Zahlungen an die Kriminellen zu veranlassen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der „Roundtable Betrugsbekämpfung“ die Kampagne „Machen wir Phishen Impossible!“ beschlossen. Die Bundesbank hatte den Roundtable im November 2025 ins Leben gerufen.
Die Schirmherrschaft über die Kampagne übernehmen die Bundesbank und das Bundesministerium der Finanzen. Wirksame Prävention kann nur über Branchengrenzen hinweg gelingen und erfordert die gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten
, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Lutz Lienenkämper. Mit der Kampagne wollen wir Menschen aller Altersgruppen dafür sensibilisieren, verdächtige Inhalte zu erkennen, richtig zu reagieren und Betrugsversuche zu melden. Ganz nach dem Motto: Innehalten, nachdenken, sich schützen.
Auch Lars Klingbeil, Bundesminister der Finanzen, mahnte zu erhöhter Aufmerksamkeit: Wir alle können uns gegen Betrug schützen – und es Betrügern so schwer wie möglich machen. Dazu gehört, Betrugsmaschen zu erkennen, bevor es zu spät ist.
Klingbeil führte weiter aus: Wer digital bezahlt oder sensible Daten preisgibt, muss deshalb wissen, worauf es ankommt. Dazu trägt die Kampagne ‚Phishen impossible‘ bei und stärkt damit das Finanzwissen für den Alltag.
Kampagne erklärt typische Betrugsmaschen
Ab dem 10. Oktober informieren Unternehmen und Institutionen aus Finanzwirtschaft, Telekommunikation und Handel sowie öffentliche Institutionen rund einen Monat lang über Phishing und andere Formen des Zahlungsbetrugs. Die Kampagne informiert die Öffentlichkeit über soziale Medien und die Website www.phishen-impossible.de. Videos zeigen aktuelle Betrugsmaschen, etwa vorgetäuschte Identitäten oder Anrufe angeblicher Bankbeschäftigter. Die Website bietet ergänzende Informationen zu typischen Betrugsmustern, weitere Informationsquellen und konkrete Handlungsempfehlungen für den Fall, dass ein Betrugsversuch erfolgreich war. Die Kampagne beruht auf der gleichnamigen österreichischen Online-Kampagne Machen wir Phishen Impossible!
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