Weniger Falschgeld im Umlauf Schadenssumme ebenfalls gesunken
Die Deutsche Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland rund 30.000 falsche Euro-Banknoten mit einem Nennwert von insgesamt 1,75 Millionen Euro im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt[1]. Die Anzahl der Fälschungen sank gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 4,3 Prozent. Die Schadenssumme lag um 5,0 Prozent niedriger als im vorherigen Halbjahr.
Es gibt in Deutschland wenig Falschgeld: Rein rechnerisch entfielen sieben falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner und Jahr
, sagte Lutz Lienenkämper, im Vorstand der Bundesbank unter anderem zuständig für Bargeld.
Die Anzahl der falschen 100‑Euro-Banknoten stieg, während die Fälschungen aller anderen Stückelungen zurückgingen. Zuletzt waren vermehrt falsche 100‑Euro-Banknoten im Umlauf. Insgesamt bleibt aber die 50‑Euro-Note bei den Fälschungen auf dem unrühmlichen ersten Platz.
, so Lienenkämper.
Die folgende Tabelle zeigt, wie die Fälschungen im ersten Halbjahr 2026 auf die einzelnen Stückelungen verteilt sind und welche Veränderungen sich im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025 ergeben:
Noten | Anzahl | Anteil (gerundet) | Veränderung zum Vorhalbjahr |
| 5 € | 638 | 2 % | − 10 % |
| 10 € | 1.494 | 5 % | − 16 % |
| 20 € | 7.355 | 25 % | − 13 % |
| 50 € | 14.222 | 47 % | − 6 % |
| 100 € | 5.043 | 17 % | + 61 % |
| 200 € | 850 | 3 % | − 48 % |
| 500 € | 405 | 1 % | − 21 % |
| Gesamt | 30.007 |
|
Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025 ist der Anteil schlicht ausgeführter Fälschungen leicht gestiegen. Neben den in den vergangenen Jahren häufig vertretenen Fälschungen mit den Aufdrucken „MovieMoney“ oder „Prop copy“ werden zunehmend auch andere Varianten mit Schriftzügen wie „Facsimile“, „Geçersiz“ oder ähnlichen Aufdrucken von Fälschern in Umlauf gebracht. Diese Fälschungen sind sehr leicht zu erkennen, da keinerlei Sicherheitsmerkmale imitiert werden und sie daher bei einer Prüfung sofort auffallen.
Ausgewählte Beispiele schlichter Fälschungen:
Anzahl falscher Münzen gestiegen
Während im zweiten Halbjahr 2025 rund 59.700 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt wurden, waren es im ersten Halbjahr 2026 rund 64.900 Münzen. Das ist ein Anstieg von 8,6 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025.
Damit kamen in Deutschland rechnerisch rund 15 falsche Münzen auf 10.000 Einwohner und Jahr.
Die Fälschungen traten ausschließlich bei den drei höchsten Stückelungen auf und verteilten sich im ersten Halbjahr 2026 wie folgt:
Münzen | Anzahl | Anteil (gerundet) |
| 50 Cent | 171 | 0,3 % |
| 1 € | 5.615 | 8,7 % |
| 2 € | 59.092 | 91,1 % |
| Gesamt | 64.878 |
Falschgeld erkennen
Da Falschgeld nicht ersetzt wird, sollten Banknoten nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ geprüft werden. Dabei empfiehlt es sich, eine verdächtige Banknote mit einer zweifelsfrei echten zu vergleichen und stets mehrere Sicherheitsmerkmale zu betrachten.
Die meisten gefälschten Banknoten können bei aufmerksamer Betrachtung leicht erkannt werden. Insbesondere eine fehlende Griffigkeit des Papiers, ein fehlendes Wasserzeichen oder ein fehlender Farbwechseleffekt der sogenannten Smaragdzahl fallen oft sofort auf.
Falsche Münzen hingegen weisen häufig eine unsaubere oder verschwommene Prägung auf und sind im Gegensatz zu den nur schwach magnetischen 1- und 2-Euro-Münzen meistens stark oder gar nicht magnetisch.
Ausführliche Informationen darüber, woran falsche Banknoten und Münzen zu erkennen sind, werden auf den Internetseiten der Bundesbank, der EZB sowie der Polizei zur Verfügung gestellt.
Falschgeldprävention
Die Bundesbank bietet über ihr Filialnetz unentgeltliche Schulungen zur Falschgeldprävention für Kreditwirtschaft, Einzelhandel und andere Interessierte an. Zusätzlich können über die Internetseite der Bundesbank die unten verlinkten Lernprogramme aufgerufen werden.
Fußnoten:
Online-Schulungen
für den Einzelhandel und andere Interessierte
für die Kreditwirtschaft
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