Digitaler Euro ©Europäische Zentralbank

Zahlungsdienstleister für Pilotprojekt zum digitalen Euro ausgewählt

In einem Pilotprojekt bereiten die Europäische Zentralbank und 19 nationale Zentralbanken des Eurosystems die Einführung des digitalen Euro vor. Der digitale Euro wird dabei in echten Alltagssituationen getestet, etwa beim Einkaufen. So soll geprüft werden, ob seine Funktionsweise zuverlässig und benutzerfreundlich ist. Der Test dient Übungszwecken; der digitale Euro ist während des Projekts noch kein gesetzliches Zahlungsmittel und kann nicht von der breiten Öffentlichkeit genutzt werden.

Zeitplan und Teilnehmende

Das Pilotprojekt soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 starten und ein Jahr dauern. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die technische und praktische Umsetzung des digitalen Euro weiter zu verbessern. Die EZB strebt an, den digitalen Euro ab 2029 auszugeben – vorausgesetzt, die entsprechende gesetzliche Grundlage wird bis Ende 2026 im Europäischen Parlament verabschiedet. 

Insgesamt 36 Zahlungsdienstleister – darunter auch fünf deutsche – werden den digitalen Euro mit ausgewählten Händlern und Mitarbeitenden des Eurosystems im Pilotprojekt testen. Es nehmen kleine und große Zahlungsdienstleister aus verschiedenen Herkunftsländern und mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen teil. Beteiligte Zahlungsdienstleister können durch das Projekt frühzeitig praktische Erfahrungen sammeln. So kann der digitale Euro noch besser an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer angepasst werden.

Wichtiger Schritt auf dem Weg zum digitalen Euro

Ein weiterer Meilenstein zum digitalen Euro wurde Anfang Juli 2026 erreicht: Das Europäische Parlament hat seine Position zum Single Currency Package verabschiedet. So konnte auch der Trilog zwischen Parlament, Rat und Kommission noch vor der Sommerpause beginnen. Wichtig: Das Single Currency enthält auch eine Verordnung, in der die Rolle von Bargeld als gesetzlichem Zahlungsmittel gestärkt wird. Der digitale Euro wird das Euro-Bargeld nicht ersetzen, sondern als digitaler Zwilling ergänzen.