Die deutsche Zahlungsbilanz im Februar 2026

Leistungsbilanzüberschuss gestiegen

Die deutsche Leistungsbilanz verzeichnete im Februar 2026 einen Überschuss von 22,0 Mrd €. Das Ergebnis lag um 3,9 Mrd € über dem Niveau des Vormonats. Zwar verminderte sich das Plus im Bereich der „unsichtbaren“ Leistungstransaktionen, die neben Dienstleistungen auch Primär- und Sekundäreinkommen umfassen. Stärker jedoch erhöhte sich der Aktivsaldo im Warenhandel. 

Im Warenhandel weitete sich der positive Saldo im Berichtsmonat um 6,1 Mrd € auf 20,7 Mrd € aus, da die Einkünfte kräftiger zunahmen als die Aufwendungen. Bei den „unsichtbaren“ Leistungstransaktionen ging der Überschuss um 2,2 Mrd € auf 1,3 Mrd € zurück. Ausschlaggebend dafür waren die um 2,8 Mrd € auf 11,5 Mrd € gesunkenen Nettoeinnahmen bei den Primäreinkommen. Die maßgebliche Rolle spielten dabei höhere Dividendenzahlungen an Gebietsfremde für deren Wertpapierengagements. Zudem vergrößerte sich der Passivsaldo bei den Dienstleistungen um 0,7 Mrd € auf 4,6 Mrd €. Dazu trugen insbesondere geringere Nettoeinkünfte aus Gebühren für die Nutzung von geistigem Eigentum bei. Dagegen schrumpfte das Defizit bei den Sekundäreinkommen, allerdings nur um 1,3 Mrd € auf 5,6 Mrd €. Dahinter standen insgesamt gestiegene Einnahmen, vor allem höhere staatliche Einkünfte aus laufenden Steuern auf Einkommen und Vermögen. 

Netto-Kapitalexporte

Im Februar kam es zu deutschen Netto-Kapitalexporten in Höhe von 24,2 Mrd €, nach Netto-Kapitalimporten von 18,2 Mrd € im Januar.

Bei den Direktinvestitionen ergaben sich im Februar Netto-Kapitalexporte von 12,8 Mrd € (nach Mittelzuflüssen von 20,4 Mrd € im Januar). Hiesige Unternehmen erhöhten ihre Direktinvestitionsbestände im Ausland um 13,3 Mrd €. Sie stockten vor allem ihr Beteiligungskapital (12,0 Mrd €) im Ausland auf. Außerdem vergaben sie im Ergebnis grenzüberschreitend mehr konzerninterne Kredite (1,4 Mrd €). Ausländische Unternehmen erhöhten ihre Direktinvestitionsbestände in Deutschland um 0,6 Mrd €. Sie weiteten ihr Beteiligungskapital aus (4,5 Mrd €), tilgten jedoch per saldo konzernintern vergebene Kredite (3,9 Mrd €). 

Im grenzüberschreitenden Wertpapierverkehr Deutschlands ergaben sich im Februar Netto-Kapitalexporte von 1,8 Mrd € (nach 2,3 Mrd € im Januar). Hiesige Anleger nahmen im Ergebnis ausländische Wertpapiere für 29,1 Mrd € in ihre Portfolios auf. Sie kauften Investmentzertifikate (17,7 Mrd €), Anleihen (16,6 Mrd €) und Geldmarktpapiere (2,2 Mrd €). Dagegen trennten sie sich von Aktien (7,4 Mrd €). Ausländische Investoren erwarben per saldo inländische Wertpapiere (27,3 Mrd €). Dabei kauften sie Anleihen (21,8 Mrd €), Geldmarktpapiere (5,7 Mrd €) und Investmentzertifikate (0,8 Mrd €), trennten sich jedoch von Aktien (1,0 Mrd €). 

Die Transaktionen mit Finanzderivaten führten im Februar per saldo zu Mittelabflüssen von 3,6 Mrd € (nach 14,2 Mrd € im Januar). 

Im übrigen statistisch erfassten Kapitalverkehr, der Finanz- und Handelskredite (soweit diese nicht zu den Direktinvestitionen zählen), Bankguthaben und sonstige Anlagen umfasst, ergaben sich im Februar Netto-Kapitalexporte von 6,0 Mrd € (nach Netto-Kapitalimporten von 14,4 Mrd € im Januar). Die Monetären Finanzinstitute ohne Bundesbank (15,8 Mrd €), die Unternehmen und Privatpersonen (7,1 Mrd €) und der Staat (0,7 Mrd €) verzeichneten Netto-Kapitalexporte. Die Transaktionen über die Konten der Bundesbank führten dagegen zu Netto-Kapitalimporten (17,6 Mrd €), insbesondere weil die TARGET-Forderungen der Bundesbank gegenüber der EZB gesunken sind. 

Die Währungsreserven der Bundesbank änderten sich im Februar – zu Transaktionswerten gerechnet – nicht.