Hoher Nettoabsatz am deutschen Rentenmarkt im November 2025

Rentenmarkt

Im November 2025 lag das Emissionsvolumen am deutschen Rentenmarkt mit einem Brutto-Absatz von 106,3 Mrd € unter dem Vormonat (127,3 Mrd €). Nach Abzug der im Vergleich zum Vormonat erheblich niedrigeren Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten wurden inländische Schuldverschreibungen für netto 44,5 Mrd € begeben. Der Umlauf ausländischer Schuldverschreibungen in Deutschland stieg im Berichtsmonat um 1,6 Mrd €, sodass der Umlauf von Schuldtiteln am deutschen Markt insgesamt um 46,1 Mrd € zunahm.

Die öffentliche Hand erhöhte im Berichtsmonat ihre Kapitalmarktverschuldung um 33,7 Mrd €, nach Nettoemissionen von 8,5 Mrd € im Oktober. Der Bund begab im Ergebnis vor allem zehnjährige Anleihen (7,7 Mrd €), unverzinsliche Bubills (6,4 Mrd €) sowie zweijährige Schatzanweisungen (5,2 Mrd €), gefolgt von Bundesobligationen und 30-jährigen Anleihen (4,3 Mrd € bzw. 4,0 Mrd €). Die Länder und Gemeinden begaben im Ergebnis Anleihen für 3,6 Mrd €. 

Heimische Kreditinstitute emittierten im November Anleihen für netto 6,8 Mrd €, nach einem Zuwachs um 8,3 Mrd € im Vormonat. Dabei stieg im Ergebnis primär der Umlauf von Schuldverschreibungen der Spezialkreditinstitute, zu denen auch die öffentlichen Förderbanken zählen (5,3 Mrd €). Flexibel gestaltbare Sonstige Bankschuldverschreibungen wurden für per saldo 2,7 Mrd € begeben, während der Umlauf von Hypothekenpfandbriefen um 1,2 Mrd € zurückging. 

Inländische Unternehmen weiteten im Berichtsmonat ihre Kapitalmarktverschuldung um 4,0 Mrd € aus, nach 2,9 Mrd € im Vormonat. Im Ergebnis war dies weit überwiegend auf nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften zurückzuführen, die per saldo ausschließlich Schuldtitel mit einer Laufzeit von über einem Jahr begaben.

Auf der Erwerberseite traten insbesondere ausländische Investoren in Erscheinung und kauften hiesige Rentenwerte für per saldo 40,9 Mrd €. Heimische Kreditinstitute stockten ihre Rentenportfolios für per saldo 5,0 Mrd € auf, wobei sie im Ergebnis ausschließlich ausländische Rententitel erwarben. Inländische Nichtbanken erwarben Rentenwerte für netto 3,2 Mrd €, wobei sie im Ergebnis allein heimische Titel kauften. Der Bestand an Anleihen, die von der Bundesbank gehalten werden, sank um 3,1 Mrd €, was überwiegend auf auslaufende Bestände aus den Ankaufprogrammen zurückzuführen ist.

Aktienmarkt

Am deutschen Aktienmarkt begaben inländische Gesellschaften im November neue Aktien für netto 0,9 Mrd €, nach 9,3 Mrd € im Vormonat. Der Bestand an ausländischen Dividendentiteln am deutschen Markt fiel im gleichen Zeitraum um 1,4 Mrd €. 

Inländische Kreditinstitute und Nichtbanken erwarben Aktien für 2,6 Mrd € beziehungsweise 0,1 Mrd €, während ausländische Investoren ihr hiesiges Aktienengagement um per saldo 3,2 Mrd € verringerten.

Investmentfonds

Inländische Investmentfonds verzeichneten im November Mittelzuflüsse in Höhe von 10,5 Mrd € (Vormonat: 12,5 Mrd €). Die neuen Mittel kamen im Ergebnis überwiegend Spezialfonds zugute, welche institutionellen Anlegern vorbehalten sind (8,1 Mrd €). Unter den Fondsanbietern setzten vor allem Aktienfonds neue Anteilscheine ab (3,8 Mrd €), daneben aber auch Dachfonds und Gemischte Wertpapierfonds (2,9 Mrd € bzw. 1,7 Mrd €). Der Umlauf der in Deutschland vertriebenen ausländischen Fondsanteile stieg im November um 3,6 Mrd €.

Erworben wurden Investmentanteile per saldo weit überwiegend von inländischen Nichtbanken (19,6 Mrd €). Heimische Kreditinstitute erwarben Fondsanteile für netto 0,2 Mrd €, während ausländische Investoren hiesige Anteilscheine für per saldo 5,7 Mrd € veräußerten.