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Nettoabsatz am deutschen Rentenmarkt im August 2019

Nettoabsatz am deutschen Rentenmarkt im August 2019

11.10.2019 | Deutsche Bundesbank

Rentenmarkt

Im August 2019 fiel das Emissionsvolumen am deutschen Rentenmarkt mit einem Bruttoabsatz von 120,5 Mrd etwas geringer aus als im Juli (122,7 Mrd ). Nach Abzug der gesunkenen Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten wurden inländische Schuldverschreibungen für netto 27,2 Mrd € begeben. Der Umlauf ausländischer Schuldverschreibungen in Deutschland sank im Berichtsmonat leicht um 0,2 Mrd €, sodass der Umlauf von Schuldtiteln am deutschen Markt insgesamt um 27,0 Mrd € zunahm.

Die öffentliche Hand begab im Berichtsmonat Schuldverschreibungen in Höhe von netto 24,1 Mrd (nach Nettotilgungen in Höhe von 7,6 Mrd im Juli). Dabei emittierte vor allem der Bund neue Wertpapiere (17,1 Mrd €), und zwar in erster Linie zweijährige Bundesschatzanweisungen (8,6 Mrd €) sowie zehnjährige Bundesanleihen (7,7 Mrd €). Zudem begab er fünf- und 30-jährige Bundesanleihen (3,3 Mrd € bzw. 1,0 Mrd €). Gleichzeitig wurden unverzinsliche Bubills getilgt (3,7 Mrd €). Die Länder und Gemeinden begaben im Ergebnis eigene Anleihen für 7,0 Mrd €. 

Heimische Kreditinstitute reduzierten im August ihre Kapitalmarktverschuldung um netto 3,3 Mrd , nach Nettoemissionen in Höhe von 0,7 Mrd im Juli. Dabei sank vor allem der Umlauf von Schuldverschreibungen der Spezialkreditinstitute (2,9 Mrd €), zu denen beispielsweise öffentliche Förderbanken zählen. Aber auch Hypothekenpfandbriefe und Öffentliche Pfandbriefe wurden netto getilgt (0,1 Mrdbzw. 0,9 Mrd €). Netto begeben wurden hingegen Sonstige Bankschuldverschreibungen (0,5 Mrd €).

Inländische Unternehmen begaben im Berichtsmonat Anleihen für per saldo 6,5 Mrd , nach Nettotilgungen von 1,1 Mrd im Vormonat. Die Emissionen gingen im Ergebnis vor allem auf Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften zurück. 

Auf der Erwerberseite traten im August vor allem inländische Investoren als Käufer auf (18,3 Mrd ). Dabei erwarben inländische Nichtbanken Rentenwerte, und zwar für netto 10,8 Mrd . Heimische Kreditinstitute kauften für per saldo 6,2 Mrd € Wertpapiere. Der Bestand an Schuldverschreibungen im Portfolio der Bundesbank erhöhte sich um netto 1,4 Mrd €. Dabei handelte es sich zum ganz überwiegenden Teil um Schuldverschreibungen inländischer öffentlicher Emittenten. Seit Januar 2019 tätigt das Eurosystem im Rahmen der Ankaufprogramme des Eurosystems (Expanded Asset Purchase Programme, APP) keine Nettoankäufe mehr. Fällige Beträge werden aber zeitlich geglättet reinvestiert, sodass es in einzelnen Monaten per saldo zu einem Nettoerwerb oder zu einer Nettotilgung kommen kann. Die in der geldpolitischen EZB-Ratssitzung vom September beschlossene Wiederaufnahme der Nettoankäufe soll im November beginnen. Auch ausländische Investoren erhöhten ihr Rentenengagement, und zwar um netto 8,7 Mrd €.

Aktienmarkt

Am deutschen Aktienmarkt begaben inländische Gesellschaften im Berichtsmonat kaum neue Aktien (netto: 0,1 Mrd ). Der Bestand an ausländischen Dividendentiteln am deutschen Markt sank im gleichen Zeitraum um 0,7 Mrd . Erworben wurden Aktien per saldo ausschließlich von inländischen Nichtbanken (1,4 Mrd €). Heimische Kreditinstitute reduzierten ihre Bestände um 0,6 Mrd €. Ausländische Investoren verringerten ihr Aktienengagement in Deutschland im Ergebnis um 1,4 Mrd €.

Investmentfonds

Inländische Investmentfonds verzeichneten im August per saldo Mittelzuflüsse in Höhe von 9,9 Mrd (Juli: 5,9 Mrd ). Hiervon profitierten im Ergebnis überwiegend Spezialfonds (8,8 Mrd €), welche institutionellen Anlegern vorbehalten sind. Unter den Anlageklassen verkauften vor allem Gemischte Wertpapierfonds sowie Rentenfonds neue Anteilscheine (3,9 Mrdbzw. 3,7 Mrd €). Der Umlauf der in Deutschland vertriebenen ausländischen Fondsanteile nahm im Berichtsmonat um 3,5 Mrd € zu. Im August erwarben im Ergebnis allein inländische Nichtbanken Investmentanteile (13,8 Mrd €), und zwar überwiegend inländische Papiere. 
 

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