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Nettotilgungen am deutschen Rentenmarkt im April 2019

Nettotilgungen am deutschen Rentenmarkt im April 2019

12.06.2019 | Deutsche Bundesbank

Rentenmarkt

Im April 2019 lag das Emissionsvolumen am deutschen Rentenmarkt mit einem Bruttoabsatz von 106,4 Mrd  deutlich unter dem Wert des Vormonats (120,3 Mrd €). Nach Abzug der deutlich höheren Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten wurden inländische Schuldverschreibungen für netto 18,3 Mrd € getilgt. Der Umlauf ausländischer Schuldverschreibungen in Deutschland erhöhte sich im Berichtsmonat um 5,0 Mrd €, sodass der Umlauf von Schuldtiteln am deutschen Markt insgesamt um 13,3 Mrd € abnahm.

Die öffentliche Hand tilgte im Berichtsmonat Schuldverschreibungen für netto 15,1 Mrd , wobei dies im Ergebnis ausschließlich auf den Bund, inklusive der ihm zuzurechnenden Abwicklungsanstalt, zurückzuführen ist (15,9 Mrd €). Er tilgte im Ergebnis vor allem fünfjährige Bundesobligationen (12,4 Mrd €), in geringerem Umfang aber auch Unverzinsliche Schatzanweisungen (Bubills) und zweijährige Schatzanweisungen (3,2 Mrd € bzw. 2,8 Mrd €). Hingegen emittierte er zehn- und 30-jährige Bundesanleihen für netto 4,5 Mrd € beziehungsweise 1,4 Mrd €. Die Länder begaben im Ergebnis Anleihen für 0,8 Mrd €.

Heimische Kreditinstitute führten im April ihre Kapitalmarktverschuldung um 8,3 Mrd  zurück. Dabei sank vor allem der Umlauf von Schuldverschreibungen der Spezialkreditinstitute (5,4 Mrd €), aber auch von flexibel gestaltbaren Sonstigen Bankschuldverschreibungen (2,9 Mrd €) sowie von Öffentlichen Pfandbriefen (1,1 Mrd €). Einzig Hypothekenpfandbriefe wurden für netto 1,0 Mrd € begeben.

Inländische Unternehmen begaben im Berichtsmonat Anleihen für per saldo 5,1 Mrd , im Vergleich zu 2,6 Mrd € im Vormonat. Dabei handelte es sich im Ergebnis überwiegend um Titel mit Laufzeiten von über einem Jahr. Die Emissionen wurden zum größten Teil von finanziellen Unternehmen (ohne Banklizenz) vorgenommen.

Auf der Erwerberseite standen im April vor allem heimische Nichtbanken sowie die Bundesbank. Erstere kauften Rentenwerte für per saldo 4,5 Mrd ; dabei standen im Ergebnis ausländische Titel im Mittelpunkt des Interesses. Die Bundesbank erwarb Schuldverschreibungen für netto 1,3 Mrd €; dabei handelte es sich ausschließlich um inländische Papiere. Dem standen Nettoverkäufe der inländischen Kreditinstitute in Höhe von 8,0 Mrd € gegenüber. Auch ausländische Inverstoren trennten sich von zinstragenden Papieren in Höhe von netto 11,0 Mrd €.

Aktienmarkt

Am deutschen Aktienmarkt begaben inländische Unternehmen im Berichtsmonat junge Aktien für netto 0,2 Mrd . Der Bestand an ausländischen Dividendentiteln am deutschen Markt stieg im gleichen Zeitraum um 4,5 Mrd €. Auf der Erwerberseite traten lediglich inländische Nichtbanken in Erscheinung. Sie nahmen Dividendentitel für 5,9 Mrd € in ihr Portfolio auf; dabei handelte es sich im Ergebnis weit überwiegend um ausländische Werte. Hingegen trennten sich gebietsfremde Investoren sowie heimische Kreditinstitute von Aktien für per saldo 0,8 Mrd € beziehungsweise 0,4 Mrd €.

Investmentfonds

Inländische Investmentfonds verzeichneten im April moderate Mittelzuflüsse in Höhe von netto 9,5 Mrd . Hiervon profitierten im Ergebnis vor allem die den institutionellen Anlegern vorbehaltenen Spezialfonds (8,2 Mrd €). Unter den Anlageklassen konnten vor allem Gemischte Wertpapierfonds neue Anteile absetzen (4,4 Mrd €). Aber auch Offene Immobilienfonds (1,8 Mrd €), Rentenfonds (1,6 Mrd €) und Dachfonds (1,2 Mrd €) verzeichneten Mittelzuflüsse. Der Umlauf der in Deutschland vertriebenen ausländischen Fonds stieg im Berichtsmonat um 2,3 Mrd €. Erworben wurden Investmentanteile im April vor allem von heimischen Nichtbanken (11,0 Mrd €), aber auch von gebietsansässigen Kreditinstituten (1,1 Mrd €). Hingegen trennten sich ausländische Investoren von deutschen Anteilscheinen für per saldo 0,3 Mrd €.

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