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Mehr Kartenzahlungen und Auslandsüberweisungen in Deutschland

Mehr Kartenzahlungen und Auslandsüberweisungen in Deutschland

14.09.2018 | Deutsche Bundesbank EN

Die Ergebnisse der Zahlungsverkehrsstatistik für das Jahr 2017 zeigen, dass der Zahlungsverkehr digitaler und europäischer wird: Im vergangenen Jahr gab es mehr als 21 Mrd bargeldlose Zahlungen in Deutschland. Das sind rund 3 % mehr als im Vorjahr. Die Zahlungen wurden über rund 103 Mio Girokonten abgewickelt. Das durchschnittliche Kontoguthaben erhöhte sich dabei um knapp 12 % auf gut 13 Tsd .

Besonders hoch waren die Zuwächse bei Kartenzahlungen. Die Anzahl der Kartenzahlungen stieg um fast 11 %. Gleichzeitig erhöhte sich das Volumen dieser Zahlungen um fast 9 %. Insgesamt wurde 2017 knapp 4,5 Mrd Mal mit der Karte ein Betrag von durchschnittlich 62  gezahlt. Parallel zum Anstieg der Kartenzahlungen erhöhte sich die Anzahl der Zahlungsterminals, die deutsche Zahlungsdienstleister in Deutschland installiert haben, um rund 16 Tsd auf mehr als eine Million.

Beliebtestes bargeldloses Zahlungsmittel in Deutschland blieb jedoch die Lastschrift: Mehr als 10 Mrd Lastschriften über durchschnittlich 372  wurden vergangenes Jahr getätigt, etwa 121 Mio mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Überweisungen stieg leicht auf 6,3 Mrd. Ebenso erhöhte sich die Zahl der Auslandsüberweisungen im Jahr 2017 um fast 15 %. Ein Großteil dieser Überweisungen ging in die direkten Nachbarländer Österreich, die Niederlande und Frankreich. Der Anteil der Auslandstransaktionen an den Gesamtüberweisungen hat inzwischen fast 3 % erreicht.

Die Anzahl der Bargeldabhebungen am Automaten mit Karten inländischer Zahlungsdienstleister ging leicht zurück, allerdings erhöhte sich der Durchschnittsbetrag der Abhebungen um 5  auf 179 €. Diese Veränderungen können auf einen Rückgang der Anzahl der Geldautomaten um 1,5 % auf rund 58 Tsd Geräte sowie auf eine geänderte Gebührenpolitik der Banken zurückgeführt werden.

Für die jährlich erhobene Zahlungsverkehrsstatistik der Deutschen Bundesbank melden alle in Deutschland ansässigen Banken und andere Zahlungsdienstleister die Anzahl der bei ihnen geführten Konten und die daran anknüpfenden Transaktionen der Nichtzahlungsdienstleister.

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