Lukas ©Julia Rosenberg

Geldpolitik im Studium erleben Duale Studiengänge – Zentralbankwesen (BWL) / Bachelor of Science

Ich bin Lukas und arbeite seit Oktober 2022 bei der Deutschen Bundesbank. Ich habe mein Studium in Hachenburg begonnen und bin jetzt in meinem ersten Praxiseinsatz nach dem Studium.

Das Thema Geldpolitik hat mich besonders interessiert. Deshalb bin ich zur Deutschen Bundesbank gegangen. Schon in der Schule mochte ich das Fach Wirtschaft. Ich wollte besser verstehen, wie Zentralbanken arbeiten. Dabei ging es mir nicht nur um die Theorie. Ich wollte auch verstehen, was aktuell in der Welt passiert. Mein Wunsch hat sich im Studium erfüllt. Die Module waren sehr vielseitig. Wir lernten über Wirtschaft, Bankenaufsicht und wie die Dinge in Europa zusammenhängen. So bekam ich einen guten Überblick über die Welt der Zentralbanken.

Die Geldpolitik fand ich am spannendsten. Dabei geht es um mehr als nur um hohe oder niedrige Zinsen. Man lernt alle Werkzeuge kennen und versteht, wie sie wirken. Wir sprachen über Inflation und wie die Entscheidungen der Zentralbank die Wirtschaft beeinflussen.

Und das Beste war: Die Lehre war sehr praxisnah. Während meines Studiums sind die Zinsen wegen der hohen Inflation stark gestiegen. Wir sprachen also nicht über trockene Beispiele aus dem Buch. Stattdessen diskutierten wir über das, was gerade wirklich passierte. Als wir im Sommer 2023 im Unterricht über die verschiedenen Werkzeuge sprachen, waren die Zinsen in der echten Welt schon sehr hoch. So wurde Geldpolitik für mich lebendig. Wir diskutierten im Hörsaal über Themen, die auch in den Nachrichten waren. Plötzlich konnte ich alles fachlich verstehen.

Die Dozierenden aus der Praxis waren ein großer Vorteil. Viele von ihnen sind echte Experten und erzählen aus ihrem Arbeitsalltag. Das macht die Theorie viel verständlicher. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie die Arbeit später aussieht.

Das Studium hat mir geholfen, meinen Weg zu finden. Bankenaufsicht ist spannend, aber Geldpolitik interessiert mich am meisten. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, als ich meine erste Stelle in der Abteilung für Märkte bekam. Dort arbeite ich mit den Instrumenten der Geldpolitik und beschäftige mich besonders mit der Mindestreserve. Das war mein Wunsch.

Mein Studium war abwechslungsreich und sehr aktuell. Die Atmosphäre in Hachenburg war besonders. Vor allem habe ich in dieser Zeit gemerkt, wie ich aus meinem Interesse einen Berufswunsch entwickeln konnte.