Nettotilgungen am deutschen Rentenmarkt im Dezember 2025

Rentenmarkt

Am deutschen Rentenmarkt war die Emissionstätigkeit im Dezember 2025 – wie häufig zum Ende eines Jahres – schwächer als im Vormonat. Insgesamt wurden inländische Schuldverschreibungen für 55,9 Mrd € emittiert, verglichen mit 106,3 Mrd € im November. Nach Abzug der gegenüber dem Vormonat höheren Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten verringerte sich der Umlauf heimischer Rentenwerte um 26,4 Mrd €. Daneben sank der Umlauf ausländischer Schuldverschreibungen in Deutschland im Dezember um 7,6 Mrd €, sodass im Ergebnis 33,9 Mrd € an die Anleger zurückflossen.

Inländische Kreditinstitute verringerten im Dezember ihre Kapitalmarktverschuldung um 12,4 Mrd €. Dies war im Ergebnis vor allem auf Schuldverschreibungen der Spezialkreditinstitute zurückzuführen, zu denen beispielsweise öffentliche Förderbanken zählen (−⁠ 12,4 Mrd €). Daneben war auch der Umlauf von Hypothekenpfandbriefen und Öffentlichen Pfandbriefen rückläufig (−⁠ 1,2 Mrd € beziehungsweise −⁠ 0,8 Mrd €). Dem standen Nettoemissionen von flexibel gestaltbaren Sonstigen Bankschuldverschreibungen gegenüber (2,0 Mrd €).

Inländische Unternehmen tilgten im Dezember eigene Anleihen für per saldo 7,5 Mrd €, nach Nettoemissionen von 4,0 Mrd € im Vormonat. Die Tilgungen waren im Ergebnis vor allem auf Sonstige Finanzinstitute zurückzuführen (−⁠ 4,8 Mrd €).

Die öffentliche Hand verringerte im Berichtsmonat ihre Verbindlichkeiten am Rentenmarkt um per saldo 6,5 Mrd €, nach Nettoemissionen in Höhe von 33,7 Mrd € im Monat zuvor. Der Bund tilgte vor allem zweijährige Schatzanweisungen (−⁠ 11,1 Mrd €). Dem standen Nettoemissionen fünfjähriger Bundesobligationen (1,8 Mrd €) sowie zehn- und 30-jähriger Bundesanleihen (1,4 Mrd € beziehungsweise 1,9 Mrd €) gegenüber. Die Länder und Gemeinden tilgten im Berichtsmonat Anleihen für netto 0,8 Mrd €.

Als Erwerber von Rentenpapieren traten im Dezember im Ergebnis allein inländische Nichtbanken in Erscheinung. Sie vergrößerten ihr Rentenportfolio um netto 4,2 Mrd €. Dabei stießen im Ergebnis ausschließlich heimische Werte auf Interesse. Ausländische Investoren trennten sich von deutschen Schuldverschreibungen für per saldo 23,9 Mrd €. Inländische Kreditinstitute verkleinerten ebenfalls ihr Rentenengagement und zwar um per saldo 12,2 Mrd €; sie trennten sich im Ergebnis überwiegend von ausländischen Papieren. Der Bestand an Anleihen, die von der Bundesbank gehalten werden, verringerte sich um netto 2,1 Mrd €, was überwiegend auf auslaufende Bestände aus den Ankaufprogrammen zurückzuführen ist. 

Aktienmarkt

Am deutschen Aktienmarkt wurden im Dezember neue Aktien für netto 1,4 Mrd € begeben, nach 0,9 Mrd € im Vormonat. Dagegen sank der Umlauf ausländischer Aktien in Deutschland um 30,0 Mrd €. Im Berichtsmonat trennten sich im Ergebnis alle Investorengruppen von Aktien. Insbesondere inländische Kreditinstitute verringerten ihr Aktienengagement um 21,4 Mrd €. Auch inländische Nichtbanken und ausländische Investoren trennten sich von Dividendenwerten für netto 4,2 Mrd € beziehungsweise 3,0 Mrd €.

Investmentfonds

Inländische Investmentfonds verzeichneten im Berichtsmonat einen Mittelzufluss in Höhe von 23,3 Mrd €, nach 10,5 Mrd € im November. Hiervon profitierten im Ergebnis nahezu ausschließlich Spezialfonds (22,9 Mrd €), welche institutionellen Anlegern vorbehalten sind. In den einzelnen Anlageklassen verzeichneten vor allem Gemischte Wertpapierfonds, Rentenfonds und Dachfonds Mittelzuflüsse (8,8 Mrd €, 6,0 Mrd € beziehungsweise 5,8 Mrd €), in geringerem Umfang aber auch Aktienfonds (2,4 Mrd €). Ausländische Fondsgesellschaften setzten im Dezember Anteilsscheine für 15,5 Mrd € am deutschen Markt ab. Erworben wurden Investmentfondsanteile im Ergebnis weit überwiegend von inländischen Nichtbanken (38,0 Mrd €). Heimische Kreditinstitute nahmen Fondsanteile für netto 0,9 Mrd € in ihre Portfolios auf, während ausländische Investoren hiesige Anteilsscheine für per saldo 0,1 Mrd € veräußerten.