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Methodik und Qualität

Methodik und Qualität Außenwirtschaft

Methodik

Die Methodik und Systematik für die Außenwirtschaftsstatistiken sind in zahlreichen international geltenden Handbüchern hinterlegt.

Das Hauptwerk für die Zahlungsbilanz und den Auslandsvermögensstatus ist der überarbeitete Standard des Internationalen Währungsfonds:

  • International Monetary Fund  (2009), Balance of Payments and International Investment Position Manual, Sixth Edition (BPM6)

Weitere Handbücher für Teilbereiche der Außenwirtschaftsstatistiken sind:

  • International Monetary Fund (2013), External debt statistics: guide for compilers and users, Inter-Agency Task Force on Finance Statistics, Washington D.C.
  • Eurostat (2012), Foreign AffiliaTes Statistics (FATS) Recommendations Manual
  • International Monetary Fund (2013), International reserves and foreign currency liquidity, guidelines for a data template
  • OECD (2008), OECD Benchmark Definition of Foreign Direct Investment, Fourth Edition (BMD4)
  • United Nations et al. (2010), Manual on Statistics of International Trade in Services

Die Beschreibung der Konzepte und Methoden erfolgt auf den Seiten der jeweiligen Statistiken.

Qualität

Die Außenwirtschaftsstatistiken der Bundesbank unterliegen nicht nur internen Qualitätssicherungsmaßnahmen sondern auch einer strengen externen Qualitätskontrolle durch die Europäische Zentralbank (EZB) und Eurostat. Denn zum einen liefern sie einen wichtigen Beitrag zum deutschen Bruttonationaleinkommen, auf dessen Grundlage ein Großteil der Beitragszahlungen Deutschlands an die EU ermittelt wird. Darüber hinaus bilden sie einen bedeutenden Baustein für die Außenwirtschaftsstatistiken des Euroraums und der Europäischen Union. Schließlich stellen sie auch die Daten für die außenwirtschaftlichen Indikatoren im Verfahren bei einem makroökonomischen Ungleichgewicht (Marcoeconomic Imbalance Procedure: MIP) bereit.

Zu den außenwirtschaftlichen Hauptindikatoren gehören der Leistungsbilanzsaldo im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Durchschnitt der letzten drei Jahre und das Netto-Auslandsvermögen im Verhältnis zum BIP. Hilfsindikatoren sind unter anderem der außenwirtschaftliche Finanzierungssaldo sowie Direktinvestitionsströme und –bestände jeweils im Verhältnis zum BIP. Ein dreistufiges Qualitätssicherungs-Konzept stellt sicher, dass die Daten der EU-Länder international vergleichbar und zuverlässig sind. Die Berichterstattung  erfolgt anhand der Kriterien der öffentlichen Verpflichtungserklärung der EZB und des Verhaltenskodexes der EU:

  • Institutionelles Umfeld
  • Statistische Prozesse
  • Statistische Produkte

Die Qualitätsberichte der Stufe 3 erstellen die Statistikproduzenten der jeweiligen Fachstatistik. Für die Außenwirtschaftsstatistiken schätzt die Bundesbank in ihrem Bericht die Qualität von Zahlungsbilanzstatistik und Auslandsvermögensstatus ein, identifiziert Handlungsbedarf und erklärt nationale Besonderheiten.

Die jährlichen Qualitätsberichte der Stufe 2 konzentrieren sich ebenfalls auf die einzelnen Fachstatistiken. Für die Außenwirtschaftsstatistiken beurteilen die EZB und Eurostat die Anwendung der international vorgeschriebenen Methoden in den einzelnen Ländern, den Erstellungsprozess und die Vergleichbarkeit der Statistik zwischen den Mitgliedsländern.

Im jährlichen Qualitätsbericht der Stufe 1 bewerten Eurostat und EZB zusammenfassend für alle EU-Länder die Qualität der von den Mitgliedsländern zugelieferten Statistiken, die sämtlichen MIP-Indikatoren zugrunde liegen.

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