Mehr als 10.000 Besucher bei Ausstellung der Bundesbank

Mit einem großen Bürgerfest in Frankfurt hat Deutschland vom 2. bis zum 4. Oktober den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit gefeiert. In zahlreichen Pavillons entlang der Festmeile in der Innenstadt und am Mainufer stellten sich alle 16 Bundesländer, Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und weitere staatliche und private Institutionen vor. Das Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt und die Bundesbank informierten in einer gemeinsamen Ausstellung in der Frankfurter Römerhalle über die deutsch-deutsche Währungsunion und zeigten die Videoserie "FRANKFURTinsights – die 1 000 Wunder Frankfurts".

"Die Ausstellung erinnert auch daran, dass von Frankfurt aus ein großer Schritt auf dem Weg zur Deutschen Einheit zurückgelegt wurde", sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann bei der gemeinsamen Eröffnung mit dem Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann. Innerhalb weniger Monate hatte die Bundesbank die deutsch-deutsche Währungsunion organisiert. Damit sei, von Frankfurt ausgehend, ein wichtiger Beitrag zur deutschen Wiedervereinigung geleistet worden, sagte Weidmann. Mehr als 10.000 Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich darüber zu informieren, wie die Geldtransporte in die DDR organisiert wurden und wie der DM-Umtausch ablief. Eine Vitrine mit alten D-Mark-Münzen und -Scheinen und dem Geld der DDR war ein beliebtes Fotomotiv. Während der Ausstellung informierten Mitarbeiter der Bundesbank die Besucher über ihre heutigen Aufgaben im Eurosystem. Außerdem beantworteten sie Fragen rund um Falschgeld und beliebte Bundesbank-Publikationen wie das Kinderbuch "Dem Geld auf der Spur".

Ungewöhnliche Innenansichten

In der Ausstellung gab die Videoserie "FRANKFURTinsights" den Besuchern ungewöhnliche Innenansichten in die Stadt: "Vom Feuerwehrmann bis zum Eishockeyspieler – Frankfurter geben in der Serie persönliche Einblicke in ihre Stadt", sagte Oberbürgermeister Feldmann. Auch die Bundesbank öffnete sich den Zuschauern: Ein neuer Filmbeitrag zeigt dem Zuschauer zum Beispiel, wo der Bundesbankpräsident arbeitet, Gold gelagert oder altes Geld geschreddert wird. Alle bisher erschienenen Folgen der Videoserie sind auch unter dem unten stehenden Link zu finden. Der letzte Teil der Serie mit Filmsequenzen der Bundesbank wird ab Oktober im Internet zur Verfügung stehen. In der Ausstellung konnten Interessierte sich bereits schon jetzt Beiträge daraus anschauen.

Bundesbank zeigt Werk von Barbara Klemm

Historisches Foto von Barbara Klemm an der Fassade der Bundesbank-Hauptverwaltung in Frankfurt

Neben der Ausstellung im Römer beteiligte sich die Bundesbank auch an einer Kunstausstellung im öffentlichen Raum. Anlässlich der Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit stellte das Kulturamt der Stadt Frankfurt gemeinsam mit zahlreichen Institutionen und Unternehmen Werke der Fotografin Barbara Klemm aus. Die Frankfurterin hat eindrucksvolle Bilder von der Teilung und Einheit Deutschlands gemacht, die bis heute die Erinnerung an diese Zeit prägen. An der Fassade der Bundesbank-Hauptverwaltung in Frankfurt wurde jüngst ein Banner mit einem großformatigen Foto aufgehängt, das die Feiern am Brandenburger Tor am Abend des 9. November 1989 zeigt. Am Gebäude der neuen Europäischen Zentralbank sowie an weiteren Gebäuden der Stadt wurde die Fotoserie fortgesetzt. Als Kunst im öffentlichen Raum luden die Werke der Fotografin den interessierten Betrachter zu einem zeitgeschichtlichen Spaziergang durch Frankfurt ein.