Zusätzliche Parameter für die Liquiditätsüberwachung

Mit der Durchführungsverordnung (EU) 2016/313 der Kommission vom 1. März 2016 zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) 680/2014 wurden die Meldebögen C 67.00, C 68.00, C 69.00, C 70.00 und C 71.00 zur Meldung der zusätzlichen Parameter für die Liquiditätsüberwachung eingeführt. 

Mit der Durchführungsverordnung (EU) 2017/2114 der Kommission vom 9. November 2017 wurden die zusätzlichen Parameter für die Liquiditätsüberwachung um den Meldebogen C 66.00 „Laufzeitband“ ergänzt sowie die bereits eingeführten Meldebögen und deren Ausfüllhinweise überarbeitet (Anhänge VII bis XII).

Fer­ner wur­den mit den Durchführungsverordnungen (EU) 2018/1627 vom 9. Oktober 2018 sowie 2020/429 vom 14. Februar 2020 einige Anpassungen und Präzisierun­gen an den Mel­de­bö­gen und Ausfüllhinweisen zu den zusätzlichen Parametern für die Liquiditätsüberwachung vorgenommen.

Die zu­sätz­li­chen Pa­ra­me­ter für die Li­qui­di­täts­über­wa­chung um­fas­sen die nach­fol­gend an­ge­führ­ten Mel­dun­gen:

  • C 66.01 - Laufzeitband
  • C 67.00 - Konzentration der Finanzierung nach Gegenparteien
  • C 68.00 - Konzentration der Finanzierung nach Produktarten
  • C 69.00 - Kosten für unterschiedliche Finanzierungszeiträume
  • C 70.00 - Anschlussfinanzierung
  • C 71.00 - Konzentration des Liquiditätsdeckungspotenzials nach Emittenten/ Gegenparteien

Die Meldefrequenz der zusätzlichen Parameter für die Liquiditätsüberwachung hängt maßgeblich von der Institutsgröße ab. Grundsätzlich sieht Artikel 16b der Durchführungsverordnung (EU) 680/2014 in Absatz 1 die Einreichung der Meldungen in monatlichen Intervallen vor, ermöglicht in Absatz 2 jedoch für bestimmte Institute die Einreichung in vierteljährlichen Intervallen. Der An­wen­dungs­kreis für die vier­tel­jähr­li­che Mel­de­pflicht nach Ar­ti­kel 16b Ab­satz 2 Buch­sta­be a der Durch­füh­rungs­ver­ord­nung (EU) Nr. 680/2014 wird in Artikel 1 Absatz 4 der Durchführungsverordnung (EU) 2017/2114 wie folgt kon­kre­ti­siert:

„a) das In­sti­tut ge­hört kei­ner Kre­dit­in­sti­tu­te, Wert­pa­pier­fir­men oder Fi­nanz­in­sti­tu­te um­fas­sen­den Grup­pe an, bei der Toch­ter­un­ter­neh­men oder Mut­ter­in­sti­tu­te ihre Nie­der­las­sung in einem an­de­ren Rechts­raum haben als dem, in dem das In­sti­tut sei­nen ein­ge­tra­ge­nen Sitz hat;“.

BaFin und Bun­des­bank gehen davon aus, dass alle In­sti­tu­te, die zum je­wei­li­gen Stich­tag die Kri­te­ri­en gemäß Ar­ti­kel 16b Ab­satz 2 der Durch­füh­rungs­ver­ord­nung (EU) Nr. 680/2014 ku­mu­la­tiv er­fül­len, die Mel­dun­gen mit einer vier­tel­jähr­li­chen Fre­quenz ein­rei­chen wer­den. Soll­te ein In­sti­tut, wel­ches die Kri­te­ri­en er­füllt, den­noch mit mo­nat­li­cher Fre­quenz mel­den wol­len, muss die Bun­des­bank vorab in­for­miert wer­den.