Wirtschaft auch im Sommer recht kräftig gewachsen

Barzahlung mit einer 20-Euro-Banknote an einem Marktstand

Die deutsche Wirtschaft ist nach Einschätzung der Bundesbank in den Sommermonaten recht kräftig gewachsen. Dafür ist aus Sicht der Ökonomen vor allem die gute Konsumkonjunktur verantwortlich. Die wachsende Beschäftigung und der größere Ausgabenrahmen der privaten Haushalte durch spürbare Einkommenszuwächse und rückläufige Energiepreise schiebe die Binnenkonjunktur an, heißt es im jüngsten Monatsbericht September. Dies liefere auch Wachstumsimpulse für den Dienstleistungsbereich.

Trotz kräftig ansteigender Exportgeschäfte ist die Produktion in der deutschen Industrie dagegen auch zu Beginn des dritten Vierteljahres nicht in Schwung gekommen. Im Juli lag die Erzeugung ¼ % unter dem Durchschnitt des zweiten Quartals. Die Industrieumsätze stiegen im Juli um kräftige 2½ % an. Maßgeblich war dabei das Auslandsgeschäft, während die Inlandsumsätze weiterhin ohne Schwung blieben. Insgesamt lässt die Belebung der Industriekonjunktur, die durch den vorangegangenen Anstieg der Auftragseingänge angelegt wurde, nach Auffassung der Bundesbank-Experten weiter auf sich warten.

Weitere Themen des Monatsberichts September sind die Ertragslage der deutschen Kreditinstitute im Jahr 2014 sowie die Entwicklung der Buchkredite an nichtfinanzielle Unternehmen im Euro-Raum. Zu den nichtfinanziellen Unternehmen zählen sämtliche Unternehmen außer Banken, Versicherungen und sonstige Finanzinstitute.