Konjunkturperspektiven 2021

Veranstaltung „Konjunkturperspektiven 2021“ diesmal virtuell

Wie reagiert die Wirtschaft in Deutschland und Europa auf die Corona-Krise? – Diese Frage stand am 23. Oktober 2020 im Mittelpunkt der Veranstaltung „Konjunkturperspektiven 2021“. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde die Konferenz von der Hauptverwaltung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. (UVNord) und dem Industrieverband Hamburg e.V. (IVH) durchgeführt. Aufgrund der Pandemie fanden die „Konjunkturperspektiven 2021“ in virtueller Form statt.

Konjunkturperspektiven 2021
HV-Präsident Dr. Arno Bäcker ging in seiner Begrüßung auf die außerordentlichen Maßnahmen der Geld- und Fiskalpolitik in Reaktion auf die Corona-Krise ein. Dabei betonte er die Notwendigkeit, die pandemiebedingten zusätzlichen geldpolitischen Maßnahmen zeitlich zu beschränken. Auch die beträchtlich gestiegenen Haushaltsdefizite sollten nach der Krise zeitnah reduziert werden, um stabilitätspolitische Handlungsspielräume für die Zukunft zu sichern und der Geldpolitik den Rücken freizuhalten.

Matthias Boxberger, Vorsitzender des Vorstands des IVH, hob in seiner Begrüßungsansprache die Belastungen zahlreicher Unternehmen durch die Corona-Krise und die damit einhergehenden Beschränkungen hervor. Anschließend stellte Prof. Dr. Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, die aktuelle Konjunktureinschätzung seines Instituts vor. Dr. Johannes Hoffmann, Leiter der Abteilung Internationale und europäische Wirtschaft im Zentralbereich Volkswirtschaft der Bundesbank, referierte über die Konjunkturlage in wichtigen Wirtschaftsräumen und sprach kurzfristige Risiken durch einen erneuten Lockdown ebenso an wie mögliche langfristige Folgen aufgrund der gestiegenen Verschuldung von Staaten und Unternehmen.

An die Vorträge schloss sich eine virtuelle Podiumsdiskussion an, bei der Fragen online eingereicht und von den Referenten beantwortet wurden. Uli Wachholz, Präsident des UVNord, schloss die Veranstaltung mit einem wirtschaftspolitischen Ausblick.