Entwicklung der Bankendichte im Jahr 2008

Anzahl der Kreditinstitute leicht rückläufig

Der Konsolidierungsprozess im Bankensektor setzte sich in abgeschwächter Form auch im Jahr 2008 fort. Im Verlauf des Jahres 2008 sank die Gesamtzahl der Kreditinstitute von 2.276 um 107 auf 2.169 Institute(1). Dieser starke Rückgang ist vor allem auf eine Veränderung der statistischen Basis zurückzuführen. Seit Inkrafttreten des Investmentänderungsgesetztes zum 28.12.2007 gelten Kapitalanlagegesellschaften nicht mehr als Kreditinstitute. Somit wird der gesamte Bestand der Kapitalanlagegesellschaften als Abgang ausgewiesen. Der um diesen Faktor bereinigte Rückgang der Institute beträgt dagegen nur 29 Institute oder 1,3 %.
Ein Großteil dieses Rückganges beruht auf Fusionen im genossenschaftlichen (34 Institute) sowie im öffentlich-rechtlichen Sektor (10 Institute), darunter zwei Landesbanken. Obwohl bei den Regional- und Wertpapierhandelsbanken ein Rückgang von 8 Instituten zu verzeichnen war, stieg die Zahl der Kreditbanken insgesamt um 17 auf 390 gemeldete Institute. Im Übrigen war in der Gruppe der sonstigen Banken ein Rückgang um zwei Institute gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. (Vgl. Tabelle 1)


Weniger inländische Zweigstellen

Die Anzahl der inländischen Zweigstellen reduzierte sich im Jahr 2008 um 268 Filialen bzw. 0,7 % auf 39.565 Zweigstellen. Ohne Kapitalgesellschaften sank die Anzahl um 252 auf 39.565 Zweigstellen. Die größte Anzahl an Filialen entfällt mit 13.939 Zweigstellen weiterhin auf den öffentlich-rechtlichen Sektor. Damit verfügen Landesbanken und Sparkassen über einen Anteil von 35,2 %. Etwa gleichauf liegt der genossenschaftliche Sektor mit 12.356 Filialen bzw. einem Anteil von 31,2 %. Damit konnten diese beiden Sektoren das Niveau des Vorjahres nahezu konstant halten. Auch bei den Kreditbanken ergaben sich kaum Veränderungen; die Anzahl der Zweigstellen sank insgesamt um lediglich 16 Stellen auf 11.306 Filialen. Dabei haben die Großbanken ihren Zweigstellenbestand leicht abgebaut
(32 Filialen) und die Regional- und Wertpapierhandelsbanken leicht erhöht (21 Filialen). Insgesamt verfügen die Kreditbanken über einen Anteil von 28,5 %. Die verbleibenden 1964 Zweigstellen entfallen auf die sonstigen Kreditinstitute. Die privaten Bausparkassen haben ihr Filialnetz mit 80 zusätzlichen Zweigstellen, das entspricht einem Zuwachs von 7,3 %, deutlich ausgebaut. (Vgl. Tabelle 2)


Auslandspräsenz rückläufig

Im Jahr 2008 haben die deutschen Kreditinstitute ihre Präsenz im Ausland reduziert. Die Anzahl der Auslandszweigstellen deutscher Kreditinstitute sank von 292 Stellen im Vorjahr auf nun 275 Auslandsfilialen. Nach einem leichten Anstieg der ausländischen Tochterunternehmen (2) deutscher Kreditinstitute im vergangenen Jahr war im Jahr 2008 ein Abbau um 41 auf 387 solcher Beteiligungen bzw. ein Rückgang um 9,5 % zu verzeichnen. Nach wie vor befindet sich der überwiegende Teil der ausländischen Bankstellen in Europa. (Vgl. Tabelle 3)

(1) Veränderungen werden als Nettowerte aus Zu- und Abgängen angegeben.

(2) Beteiligung an einem ausländischen Kreditinstitut mit mehr als 50 %