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Nettotilgungen von Schuldverschreibungen im Juli 2019

Nettotilgungen von Schuldverschreibungen im Juli 2019

12.09.2019 | Deutsche Bundesbank

Rentenmarkt

Der Bruttoabsatz am deutschen Rentenmarkt lag im Juli 2019 mit 122,7 Mrd € über dem Wert des Vormonats (95,1 Mrd €). Angesichts ebenfalls gestiegener Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten sank der Umlauf inländischer Rentenpapiere gleichwohl netto um 7,9 Mrd €, nachdem er im Juni bereits um 2,3 Mrd € zurückgegangen war. Ausländische Titel wurden im Umfang von 5,3 Mrd € am deutschen Markt platziert, sodass der Umlauf von in- und ausländischen Schuldverschreibungen in Deutschland im Ergebnis um 2,6 Mrd € zurückging.

Die öffentliche Hand tilgte im Berichtsmonat eigene Anleihen in Höhe von netto 7,6 Mrd €. Vor allem der Bund führte seine Kapitalmarktverschuldung im Ergebnis zurück (12,6 Mrd €). Dabei tilgte er schwerpunktmäßig zehnjährige Bundesanleihen (21,6 Mrd €). Dem standen Nettoemissionen von fünfjährigen Bundesobligationen (4,6 Mrd €) und unverzinslichen Bubills (3,7 Mrd €) gegenüber. Die Länder und Gemeinden begaben Anleihen für per saldo 5,1 Mrd €.

Inländische Unternehmen tilgten im Juli Schuldverschreibungen für netto 1,1 Mrd €. Dies war im Ergebnis allein auf nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften zurückzuführen, während Sonstige Finanzinstitute in geringem Umfang Anleihen emittierten.

Heimische Kreditinstitute erhöhten im Berichtsmonat ihre Kapitalmarktverschuldung um netto 0,7 Mrd €. Dabei wurden im Ergebnis vor allem Schuldverschreibungen der Spezialkreditinstitute emittiert (1,6 Mrd €), zu denen beispielsweise die öffentlichen Förderbanken gerechnet werden. Der Umlauf der flexibel gestaltbaren Sonstigen Bankschuldverschreibungen stieg ebenfalls an, und zwar um 1,0 Mrd €. Hingegen wurden Hypothekenpfandbriefe für per saldo 1,8 Mrd € getilgt.

Auf der Erwerberseite traten im Juli einzig heimische Kreditinstitute in Erscheinung, welche Schuldverschreibungen für netto 4,5 Mrd € erwarben. Dabei handelte es sich überwiegend um ausländische Papiere. Das Rentenportfolio der Bundesbank verkleinerte sich aus operativen Gründen um 2,6 Mrd €. Auch ausländische Investoren und inländische Nichtbanken verringerten ihr Rentenengagement, und zwar um netto 2,3 Mrd € beziehungsweise 2,2 Mrd €.

Aktienmarkt

Am deutschen Aktienmarkt wurden im Berichtsmonat kaum neue Aktien von inländischen Gesellschaften emittiert (0,1 Mrd €). Der Absatz ausländischer Aktien in Deutschland stieg im gleichen Zeitraum dagegen um 2,6 Mrd €. Auf der Erwerberseite dominierten inländische Nichtbanken; sie nahmen Aktien im Umfang von netto 2,7 Mrd € in ihre Portfolios auf. Ausländische Investoren kauften Dividendenwerte für netto 1,6 Mrd €, während heimische Kreditinstitute Aktien für per saldo 1,6 Mrd € veräußerten.

Investmentfonds

Inländische Investmentfonds verzeichneten im Juli einen moderaten Mittelzufluss in Höhe von 5,9 Mrd €. Im Ergebnis flossen diese Gelder weit überwiegend in Spezialfonds (5,2 Mrd €), die institutionellen Anlegern vorbehalten sind. Unter den Anlageklassen profitierten vor allem Gemischte Wertpapierfonds und Offene Immobilienfonds von den neuen Mitteln (3,8 Mrd € bzw. 2,1 Mrd €). Hingegen verzeichneten Rentenfonds Mittelabflüsse in Höhe von 1,8 Mrd €. Ausländische Fondsgesellschaften setzten am deutschen Markt Anteilscheine für netto 3,6 Mrd € ab. Als Erwerber von Investmentfondsanteilen traten im Berichtsmonat im Ergebnis nahezu ausschließlich inländische Nichtbanken in Erscheinung (8,5 Mrd €). Heimische Kreditinstitute erwarben Anteilscheine für per saldo 1,4 Mrd €, während ausländische Investoren ihr Fondsengagement in Deutschland um 0,4 Mrd € verringerten.

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