Monatsbericht der Europäischen Zentralbank - Dezember 2012

Weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen sowie Fortschritte bei der Reform des europäischen Steuerungsrahmens sollten dazu beitragen, die Stimmung an den Finanzmärkten zu stützen, und dürften die Aussichten für das Wirtschaftswachstum verbessern. In diesem Zusammenhang sieht der EZB-Rat dem Fahrplan zur Verwirklichung einer echten Wirtschafts- und Währungsunion, der im Rahmen der Tagung des Europäischen Rates am 13./14. Dezember 2012 beschlossen werden soll, mit Interesse entgegen. Initiativen zur Beschleunigung von Strukturreformen, mit denen sich die Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen lässt, sind besonders wichtig, um das Wachstumspotenzial der Euro-Länder wieder zu steigern und die Beschäftigung zu erhöhen. Allgemein müssen alle Länder des Euroraums gewährleisten, dass ihre Güter- und Arbeitsmärkte jene Anpassungsfähigkeit aufweisen, die für deren reibungslose und effiziente Funktionsweise innerhalb einer Währungsunion erforderlich ist. Ferner wird davon ausgegangen, dass eine Fortsetzung der Haushaltskonsolidierung unter Einhaltung der im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspakts sowie der Empfehlungen des Europäischen Semesters 2012 eingegangenen Verpflichtungen zur Wiederherstellung solider Haushaltspositionen führen wird. Bei der Reduzierung binnen- und außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte und der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sind bereits beträchtliche Fortschritte erzielt worden. Kontinuierliche Reformmaßnahmen auf europäischer Ebene sowie im Bereich der Struktur- und Haushaltspolitik sollten sich gegenseitig verstärken und ein klares Signal an die Märkte senden.