Bundesbank-Statistik stellt Devisenkurse für 192 Länder zur Verfügung

Die Devisenkursstatistik der Deutschen Bundesbank ist eine Zusammenstellung aktueller und historischer Devisenkurse für den Euro und den US-Dollar in 192 Ländern. Für all diese Länder stellt die Bundesbank weitere Daten, beispielsweise über Wechselkursregelungen und Währungsgeschichte, zur Verfügung.

Devisen sind auf fremde Währung lautende Guthaben oder Forderungen in Form von Buchgeld oder Wertpapieren. Ausländische Münzen und Banknoten sind hingegen "Sorten" und werden zu Sortenkursen getauscht. Wechselkurse umfassen unter anderem Devisenkurse und Sortenkurse.

Der Devisenkurs ist das Austauschverhältnis zweier Währungen. In einem System freier Wechselkurse bildet er sich durch den Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf den entsprechenden Märkten. Er kann als Preis- oder Mengennotierung dargestellt werden. Die Mengennotierung zeigt an, wie viel Fremdwährung man für eine Einheit der eigenen Währung erhält, beispielsweise im Euroraum 1 Euro = 1,0843 US-Dollar. Die Preisnotierung gibt an, wie viel eine Einheit der Fremdwährung kostet, beispielsweise wird in Japan die heimische Währung preisnotiert, also 1 US-Dollar = 108,50 Yen.

Statistik bietet umfangreiche Zeitreihen

Zur Devisenkursstatistik der Bundesbank gehören unter anderem umfangreiche Zeitreihen mit Devisenkursen für Euro und US-Dollar in 192 Ländern, die Euro-Referenzkurse der Europäischen Zentralbank (ab 1999) sowie die historischen D-Mark-Devisenkurse der Frankfurter Börse für die Zeit von 1953 bis Ende 1998.

Darüber hinaus werden in der Devisenkursstatistik umfangreiche Informationen zu der Währung oder den Währungen eines Landes dokumentiert. Diese sogenannten Metadaten umfassen unter anderem historische Währungsreformen und Wechselkursregime, Untereinheiten der Währungen und ihre regionale Verbreitung.

Weitere Zeitreihen mit Wechselkursen sind:

  • die Werte des Sonderziehungsrechts (ab 1974),
  • die BBk-Hauskurse und 
  • die BBk-Scheckeinzugskurse.