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Deutlich weniger falsche Banknoten in Deutschland

Geld mit Lupe

Deutlich weniger falsche Banknoten in Deutschland

25.01.2019 EN FR

Die Bundesbank hat im Jahr 2018 rund 58.000 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 3,4 Millionen Euro festgestellt. Die Zahl der Fälschungen ist damit gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent gesunken.

„Die Falschgeldzahlen sind deutlich zurückgegangen. Die Einführung der neuen Europa-Serie mit verbessertem Fälschungsschutz ist der Grund dafür“, sagte Johannes Beermann, das für Bargeld zuständige Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Falsche 20 Euro-Scheine gibt es deutlich weniger. Auch die Zahl der am häufigsten gefälschten 50-Euro-Banknoten ist gegenüber dem Vorjahr um 12,2 Prozent gesunken.

Wie sich die Fälschungen im Jahr 2018 auf die einzelnen Stückelungen verteilen, zeigt die nachstehende Tabelle:

Noten

Anzahl

Anteil (gerundet)

5 €

461

1 %

10 €

1.173

2 %

20 €

9.095

16 %

50 €

41.933

72 %

100 €

3.514

6 %

200 €

698

1 %

500 €

1.146

2 %

Gesamt

58.020


In Deutschland entfielen rund 88 Prozent des Falschgelds auf die 20- und 50-Euro-Banknoten. Insgesamt bleibt das Falschgeldaufkommen in Deutschland auf einem niedrigen Niveau. Statistisch gesehen müsste ein Mensch 900 Jahre alt werden, um in Deutschland einmal im Leben mit Falschgeld in Berührung zu kommen.

Anzahl falscher Münzen leicht gesunken

Die Anzahl falscher Münzen in Deutschland ist leicht gesunken. 2018 konnten rund 33.000 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt werden. Im Vorjahr lag das Aufkommen bei rund 32.500 falschen Münzen. Am häufigsten gefälscht wurden 2-Euro-Münzen mit einem Anteil von 84 Prozent.

Die Fälschungen verteilten sich im Jahr 2018 ausschließlich auf die drei höchsten Stückelungen, wie nachstehende Tabelle zeigt:

Münzen

Anzahl

Anteil (gerundet)

50 Cent

1.252

4 %

1 €

3.888

12 %

2 €

27.962

84 %

Gesamt

33.102


Weniger falsche Banknoten im Euroraum

Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) ist die Zahl der registrierten Fälschungen im Euroraum insgesamt erkennbar gesunken und befindet sich weiterhin auf niedrigem Niveau. Im Jahr 2018 wurden 563.000 gefälschte Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Das entspricht einem Rückgang von 18,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rund 83,5 Prozent aller registrierten Fälschungen entfielen dabei auf 20- und 50-Euro-Scheine. Insgesamt liegt der Schaden für den Euroraum für das Jahr 2018 bei 31,4 Millionen Euro. Im Jahr 2017 lag dieser noch bei 36 Millionen Euro.

Um die Herstellung von Falschgeld zu erschweren, hat die EZB zusammen mit den nationalen Zentralbanken des Eurosystems die Sicherheit der Euro-Banknoten in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Dazu werden auch die neuen 100-Euro- und 200-Euro-Banknoten beitragen, die am 28. Mai 2019 in allen 19 Mitgliedstaaten des Euroraums eingeführt werden.

Falsche Banknoten erkennen

Jeder kann Banknoten schnell selbst prüfen nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“. Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

Mehrere Sicherheitsmerkmale kann man bei diesem Verfahren prüfen:

  • Fühlen:
    • Banknotenpapier hat ein besonderes Griffgefühl. Es fühlt sich griffig und fest an. (Ausnahme: 5- und 10-Euro-Noten sind lackiert und fühlen sich deshalb glatt und fest an.) Schon beim Anfassen der Banknote können so einfache Fälschungen oft erkannt werden. Zur Sicherheit empfehlen wir jedoch, weitere Merkmale zu prüfen.
    • Auf der Vorderseite der Banknoten sind zum Beispiel hervorgehobene Teile des Druckbildes als Relief zu fühlen. Am oberen Rand findet sich in der Europa-Serie der Schriftzug „BCE ECB EЦБ EZB EKP EKT EKB BĊE EBC“ (sowie „ESB“ ab der 50-Euro-Note) und zusätzlich Schraffuren am rechten und linken Rand.
  • Sehen:
    • Das Wasserzeichen lässt sich im unbedruckten Bereich jeder Note als Schattenbild sehen, wenn man sie gegen das Licht hält.
    • Im oberen Bereich des Hologrammstreifens befindet sich bei der Europa-Serie ab der 20-Euro-Note ein durchsichtiges Fenster. Es zeigt eine Abbildung des Gesichts der Europa.
  • Kippen:
    • Die Hologrammelemente verändern sich beim Kippen der Banknote. Es zeigen sich regenbogenfarbige Effekte, welche die Motive umgeben.
    • Die Banknoten der Europa-Serie weisen zudem auf der Vorderseite links unten die Smaragdzahl auf: Beim Kippen verändert sich die Farbe, und ein heller Balken wandert auf- beziehungsweise abwärts.

Bei der Prüfung einer verdächtigen Banknote sollte man eine zweifelsfrei echte Banknote zum Vergleich heranziehen.

Münzen auf Echtheit prüfen

Folgende Hinweise können die Echtheitsprüfung von Münzen erleichtern:

  • Bei echten Münzen tritt das Münzbild deutlich abgegrenzt aus dem Münzgrund hervor. Münzfälschungen wirken dagegen oft verschwommen und weisen häufig Unebenheiten auf.
  • Die Farbtönung weicht in der Regel von echten Münzen ab.
  • Die Randprägungen der echten 2-Euro-Münzen sind gestochen scharf in den Münzrand eingeprägt. Fälschungen weisen häufig unvollständige oder unregelmäßige Randprägungen auf.
  • Echte 1-Euro- und 2-Euro-Münzen sind nur schwach magnetisch. Sie bleiben zwar am Magneten haften, lassen sich dann aber auch leicht wieder ablösen. Fälschungen hingegen werden in der Regel nicht angezogen oder haften sehr fest am Magneten.

Angebote zur Falschgeldprävention

Die Bundesbank bietet über ihr Filialnetz unentgeltliche Schulungen für Kreditwirtschaft, Einzelhandel und andere Interessierte an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen dort auch typische Fälschungen zum Fühlen, Sehen und Kippen vorgestellt. Die Kontaktdaten unserer Filialen finden Sie auf der Webseite der Bundesbank. Weiterhin können kostenlos Informationsmaterialien (Broschüren und Poster) bei der Bundesbank bestellt werden. Zudem kann über die Internetseite der Bundesbank ein interaktives Lernprogramm "Falschgeld erkennen" aufgerufen werden.

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