G7-Finanzminister und Notenbank­gouverneure beraten in Dresden

G7-Finanzminister und Notenbankgouverneure in Dresden

Die Finanzminister und Notenbankgouverneure der sieben wirtschaftlich bedeutendsten Industrienationen (G7) sind auf Einladung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Bundesbankpräsident Jens Weidmann in Dresden zusammengekommen. Vom 27. bis 29. Mai diskutieren sie gemeinsam mit den Spitzen des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank, der OECD sowie dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank und führenden Vertretern der Eurogruppe und der EU-Kommission.

Nachhaltig höheres Wachstum

Das Treffen findet im Rahmen der G7-Präsidentschaft Deutschlands statt. Diese will vor allem dazu beitragen, die Weltwirtschaft dynamischer zu gestalten. Dabei geht es um ausgewogene Maßnahmen für eine Stärkung der Nachfrage und um die Umsetzung notwendiger Strukturreformen, damit ein nachhaltig höheres Wachstum erreicht werden kann.

Zweites Schwerpunktthema des Finanzgipfels sind Maßnahmen, um das Finanzsystem stabiler zu gestalten. Im Zentrum steht dabei die koordinierte Umsetzung der Reformagenda, die im Rahmen der Beratungen der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) erarbeitet worden ist, um durch strengere Eigenkapitalvorschriften für besonders systemrelevante Banken dem "Too big to fail"-Problem zu begegnen. Daneben wird sich der Gipfel auch damit befassen, wie die regulatorische Vorzugsbehandlung von Staatsanleihen beendet werden kann.

Weitere Themen des Gipfels sind eine stärkere Zusammenarbeit für mehr Steuergerechtigkeit sowie die Frage, wie sich geopolitische Risiken handhaben lassen.

Hochrangiges Symposium

Erstmals bei einem G7-Gipfel sind in Dresden auch hoch angesehene Wirtschaftswissenschaftler geladen. Dazu gehören beispielsweise der Nobelpreisträger Robert Shiller oder die Harvard-Ökonomen Kenneth Rogoff und Larry Summers. Das gemeinsame Symposium der Wissenschaftler und Politiker im Rahmen des Treffens der G7 dient der Bestandsaufnahme der Weltwirtschaft sieben Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise und dem Austausch über Handlungsbedarfe. Es dient auch der Vorbereitung des G7-Gipfels in Schloss Elmau am 7./8. Juni dieses Jahres.