Monatsbericht der Europäischen Zentralbank - März 2007

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es bei der Beurteilung der Preisentwicklung wichtig ist, über kurzfristige Schwankungen der Teuerungsraten hinwegzusehen. Für die Geldpolitik ist die mittlere Frist maßgeblich. Auf mittlere Sicht bleiben die Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität bestehen. Insbesondere könnte die Lohnentwicklung vor dem Hintergrund eines anhaltend hohen Wirtschafts- und Beschäftigungswachstums dynamischer als derzeit erwartet ausfallen. Angesichts des kräftigen Geldmengen- und Kreditwachstums bei bereits reichlicher Liquiditätsausstattung stützt die Gegenprüfung der Ergebnisse der wirtschaftlichen Analyse anhand der Ergebnisse der monetären Analyse die Einschätzung, dass die Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität mittel- bis längerfristig überwiegen. Der EZB-Rat wird alle Entwicklungen weiterhin sehr genau verfolgen, damit die Risiken für die Preisstabilität auf mittlere Sicht nicht zum Tragen kommen. Dies wird dazu beitragen, dass die mittel- bis längerfristigen Inflationserwartungen im Euro-Währungsgebiet fest auf einem Niveau verankert bleiben, das im Einklang mit Preisstabilität steht. Daher bleibt für die Zukunft ein entschlossenes und rechtzeitiges Handeln zur Gewährleistung von Preisstabilität auf mittlere Sicht geboten.