Auslandsvermögensstatus

Deutsches Auslandsvermögen
Corona-bedingter Einbruch zum Jahresende aufgeholt: Im Ergebnis erreicht das deutsche Nettoauslandsvermögen zum Jahresende 2020 mit 2,5 Billionen oder 76,3% in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) jeweils neue Höchststände und hat damit den Corona-bedingten Einbruch im Frühjahrsquartal wieder aufgeholt, auch wenn der Jahreszuwachs mit 64 Mrd nur vergleichsweise gering ausfällt - im Durchschnitt der vorangegangenen fünf Jahre betrug der Zuwachs 257 Mrd .

Der Anstieg geht einher mit kräftigen Zuwächsen bei den Bruttogrößen, die sich sowohl aus hohen Transaktionen der Kapitalbilanz als auch aus hohen positiven Bewertungseffekten auf beiden Seiten des Auslandsvermögensstatus (AVS) speisen. Die Auslandsforderungen legen im Jahresverlauf um 8,5% zu und addieren sich nunmehr auf über 10 Billionen . Hier spiegelt sich unter anderem die starke Zunahme der TARGET2-Forderungen der Bundesbank wider. Auch die Auslandsverbindlichkeiten expandieren mit 10,5% kräftig auf knapp 8 Billionen . Damit addieren sich die Auslandsforderungen und -verbindlichkeiten aktuell auf das Fünfeinhalbfache des deutschen BIP. Diese Kennziffer, die auch herangezogen wird, um den finanziellen Offenheitsgrad einer Volkswirtschaft zu beschreiben, steigt somit auf ein neues Hoch.